„Keine Neuigkeiten, gute Neuigkeiten“, lautet ein Sprichwort. Schade, dass die ohrenbetäubende Stille rund um Olbia keine Rolle spielt. Das Tauziehen um den Eigentümerwechsel zwischen dem türkischen Eigentümer Murat Yilmaz und dem einzigen aktuellen Konkurrenten, dem Immobilienentwickler Roberto Sulas, der still und leise vorgeht, und die Akteure befinden sich aufgrund der als unhaltbar geltenden Situation völliger Unsicherheit auf Kriegsfuß.

Die Mannschaft, die gestern im Nespoli-Stadion auf den Platz zurückkehrte, um sich auf das Heimspiel am Sonntag gegen Flaminia Civitacastellana, das achte Spiel der Serie D, vorzubereiten, hat offenbar ihre Einsatzbereitschaft bis Sonntag bestätigt. Danach wird das Training ausgesetzt, sofern es keine Änderungen auf Vereinsebene gibt.

Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Spieler Olbia Calcio in Zahlungsverzug bringen und in manchen Fällen mit mindestens zweieinhalb Gehältern im Rückstand sind (für Juni und September sowie einen Teil des Augusts für die Wiederbestellten). Ganz zu schweigen von den anderen Angestellten, den Verwaltungs- und Lagerarbeitern, deren letzte Monatszahlung, abgesehen von einer Anzahlung, die im April erfolgt, und den Lieferanten, die ihre Dienstleistungen einstellen und möglicherweise Insolvenz anmelden könnten.

Der Olbia Calcio Support Fund hat 12.587 Euro zur Deckung der laufenden Ausgaben gesammelt, die Dauerkarten kosten 312 Euro. Am Sonntag spielt die Mannschaft in Olbia, am darauffolgenden in Budoni und am darauffolgenden im Nespoli-Stadion gegen den Tabellenletzten Ischia, der in der letzten Runde mit 0:4 gegen Flaminia Civitacastellana verlor. Zumindest die Reisekosten werden vorerst kein Problem sein, aber die Kassen des Gallura-Clubs sind knapp, und die Geduld seiner Mitarbeiter ist ebenfalls erschöpft.

Wie all dies vom Tisch bleiben konnte, ist unklar. Ebenso bleibt die Frage, warum der Yilmaz-Sulas-Deal – bei dem es um 700.000 Euro geht, eine Immobilie im Schweizer Kanton Wallis (wo Sulas' Firma angeblich ihren Sitz hat) im Wert von rund 400.000 Euro sowie die Übernahme der Schulden von Olbia Calcio im Wert von rund 4 Millionen Euro – noch nicht abgeschlossen wurde, zumal die Parteien wenig bis gar nichts preisgeben. Man hofft, dass das Schweigen auf eine endgültige Einigung hindeutet: Die Alternative wäre verheerend.

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