Nachtleben, Alkohol und Jugend: „Armes Cagliari, jedes Wochenende das gleiche traurige Schauspiel.“
Flaschen, Dosen und Gläser, die nur wenige Zentimeter von den Mülleimern entfernt achtlos weggeworfen wurden: „Eine einfache, höfliche Geste würde genügen. Aber Respekt vor der Stadt wird in der Familie gelernt.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Liebe Gewerkschaft,
Ich schreibe Ihnen mit einem bitteren Nachgeschmack und meinem Blick auf einen flüchtigen Blick auf unser prächtiges Cagliari gerichtet, nur einen Steinwurf vom Stadtzentrum entfernt, das sich jedes Wochenende in den Schauplatz eines traurigen Paradoxons verwandelt.
Freitag- und Samstagabends füllt sich dieser kleine Platz mit jungen Leuten. Sie lachen, rufen, streiten und prügeln sich mit jener Ausgelassenheit, die in jungen Jahren eigentlich die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft bilden sollte, stattdessen aber im Alkohol ertränkt wird. Unbeschwerte Jugendliche, gewiss, aber völlig blind für das, was um sie herum geschieht. Wenn es dann Zeit wird, ins Nachtleben einzutauchen, stehen sie auf und gehen, oft torkelnd, davon.
Was sie jedoch hinterlassen, schmerzt das Herz.
Leere Glasflaschen, zerdrückte Dosen, Plastikbecher liegen verstreut auf den Stufen und dem Gehweg. Und hier liegt das erschreckendste Paradoxon: Der Mülleimer steht direkt daneben, nur einen Schritt entfernt. Nur wenige Zentimeter. Es bräuchte nur eine einfache, höfliche Geste, ein ausgestreckter Arm. Aber nein. Es kümmert sie nicht.
Woche für Woche wiederholt sich die Szene auf identische Weise, wie ein Ritual der Oberflächlichkeit.
Die spontane Selbstreflexion ist nicht nur ein Vorwurf gegen individuelle Unhöflichkeit, sondern auch eine offene Wunde für drängende Probleme: staatsbürgerliche Bildung und kollektive Verantwortung. Wie können wir die Augen vor jungen Menschen verschließen, die heutzutage scheinbar nur noch durch Selbstbetäubung Spaß haben können?
Billiger Alkohol und seine leichte Verfügbarkeit sind der Auslöser, doch der Mangel an Respekt vor öffentlichem Eigentum und der eigenen Stadt ist die eigentliche Gefahr. Respekt lernt man nicht einfach mit achtzehn; er wird in der Familie, in der Schule und im Alltag gefördert.
Der Anblick der auf den Stufen achtlos weggeworfenen Flaschen, nur einen Steinwurf vom Mülleimer entfernt, zeigt nicht nur, dass Abfall auf dem Boden liegt: Er zeigt eine Generation, der vielleicht niemand mehr beibringt, dass die Sorge um unsere Umgebung in erster Linie bedeutet, sich um uns selbst und andere zu kümmern.
Ein entmutigter Leser
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