Mandas, das Lawrence Festival kehrt zurück: zehn Tage Literatur, Geschichte und Identität.
Das Programm des Internationalen ReiseliteraturfestivalsPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Zehn Tage im Zeichen von Literatur, Erinnerung, Geschichte und Identität. Mandas bereitet sich auf die 18. Ausgabe des DH Lawrence Internationalen Reiseliteraturfestivals vor, einer festen Größe im Kulturkalender der Stadt. Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Identität und Zukunft, zwischen Geschichte und Gegenwart“. Organisiert von der Stadtverwaltung und dem Pro Loco von Mandas in Zusammenarbeit mit ARST und der Carta Bianca Association, verwandelt die Veranstaltung den Bahnhof und die historischen Waggons des Trenino Verde in Orte der Begegnung und des Austauschs. Das Reisen, das zentrale Thema des gesamten Festivals, wird anhand von Büchern, Berichten, Debatten, Filmen und generationsübergreifenden Initiativen erkundet.
Die Veranstaltung beginnt am Freitag, den 25. September, am Bahnhof mit einem Tag ganz im Zeichen der Sensibilisierung für das Thema. Um 17:00 Uhr wird Paolo Montaldos Buch „H&J“ vorgestellt, das die Geschichte von Henry, einem Jungen mit Autismus, erzählt. Tiziana Scotto führt ein Gespräch mit dem Autor. Um 18:00 Uhr präsentiert Ugo Cappellacci sein Buch „Die sanfte Revolution: Auf dem Weg zu einer Führung der Freundlichkeit“ im Anschluss an die Präsentation mit Riccardo Trentin, Präsident des Sardischen Diabetes-Netzwerks und Inklusionslehrer. Der Erlös aus dem Buchverkauf kommt der Forschung zu Typ-1-Diabetes zugute. Am Samstag, den 26. September, startet das Festival mit „Reise durch Nachrichten und Politik“. Um 10:30 Uhr findet auf der Viale Renato Raccis hinter dem Bahnhof die Rallye „Ruote nella storia 2026 – La via dell'argento“ statt, eine Gleichmäßigkeitsrallye des Automobilclubs Cagliari. Um 18:00 Uhr wird im Konferenzraum des Bahnhofs Roberto Derius Werk „Il principe della Repubblica“ präsentiert. Im Anschluss an eine Einführung durch Kurator Carlo Sanna wird der Autor mit Francesco Agus, Michele Ciusa und Stefano Tunis diskutieren.
Der Sonntag, der 27. September, wird ein besonders bewegender Tag sein, der der imaginären Begegnung zweier großer Protagonisten der sardischen Literatur gewidmet ist: D. H. Lawrence und Grazia Deledda. Um 8:45 Uhr fährt der Trenino Verde (Kleiner Grüner Zug) vom Bahnhof Mandas nach Laconi ab – ein Zug, der an Lawrences Reise auf die Insel erinnert. Um 10:30 Uhr präsentiert Monica Tronci Pau im Waggon „Bauchiero“ von 1913 ihren Vortrag „Im Blau meiner Kurzgeschichten – Grazia Deledda erzählt ihre Geschichte“. Um 11:30 Uhr hält Sandro Dessì den Vortrag „D. H. Lawrence trifft Grazia Deledda“. Der Montag, der 28. September, steht ganz im Zeichen der Gewalt gegen Frauen. Um 17:00 Uhr präsentiert Claudia Sarritzu „Das Patriarchat in der Neuen Weltordnung“, und um 18:00 Uhr folgt Jenny Carbonis „Ich wünschte, es wäre immer Frühling“. Anschließend findet die exklusive Live-Premiere des Liedes „Il tempo muto“ statt, gesungen von Susanna Congiu. Am Dienstag, dem 29. September, steht das Thema Geschichte im Mittelpunkt. Um 17:00 Uhr präsentiert Fausto Orrù dem jüngeren Publikum „Die Wächter von Nurakea“. Um 18:00 Uhr präsentiert Umberto Oppus „Die Städte des Herzogtums Mandas“, einen Bericht über den Besuch von Vizekönig Hallot Des Hayes im Königreich, im Gespräch mit Enrico Trogu, dem Direktor des Staatsarchivs von Cagliari. Der Mandas-Preis 2026 wird am Ende der Veranstaltung verliehen.
Am Mittwoch, dem 30. September, steht das Programm „Zwischen Chronik und Sensibilität“ im Zeichen von Davide Piras’ „Femmenella“ um 17:00 Uhr und Tore Quartus „Innocenza in Catena“ um 18:00 Uhr. Im Anschluss findet ein Gespräch mit Bürgermeister Oppus statt. Der Abend schließt mit der Verleihung des Città di Mandas-Preises 2026. Am Donnerstag, dem 1. Oktober, steht die Bedeutung von Identität im Mittelpunkt. Um 17:00 Uhr präsentiert Gianluca Scroccu sein Buch, das Sandro Pertini gewidmet ist. Um 19:00 Uhr wird in der Locanda Lawrence im Bahnhof der Film „Disamistade“ von Gianfranco Cabiddu, dem Ehrengast des Festivals, gezeigt. Der Freitag, der 2. Oktober, ist den Großeltern gewidmet, den Hütern von Erinnerung und Tradition. An diesem Tag wird der Staffelstab zwischen den Generationen weitergegeben, den das Festival auch den Schülern anvertraut. Um 11:00 Uhr und 12:00 Uhr trifft sich Antonangelo Liori mit Vorschul- bzw. Grundschulkindern, um ihnen „Contigheddos po argo – Großvaters Geschichten für seinen Enkel“ vorzustellen. Um 17:00 Uhr präsentieren Liori und Francesco Pintore „Gott ist ein Hirte“. Um 18:00 Uhr wird Dante Tangianus „Launeddas“ mit Roberto Tangianu und Carlo Crisponi sowie einem Vortrag von Giuliano Marongiu aufgeführt. Zum Abschluss wird um 19:00 Uhr die ARST-Dokumentation über den kleinen grünen Zug gezeigt.
Am Samstag, dem 3. Oktober, präsentiert Emanuele Cioglia im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Vergangenheit und Zukunft“ Lotta Amata im Gespräch mit der Schriftstellerin Rosanna Copez. Den Abschluss bildet am Sonntag, dem 4. Oktober, die Reihe „Reise zwischen Identität und Musik“. Um 8:50 Uhr fährt der Trenino Verde vom Bahnhof Mandas nach Laconi ab. Dieses umfassende Programm bringt bedeutende Persönlichkeiten aus Kultur, Literatur, Journalismus, Regie und Wissenschaft sowie Schulen, Vereine und die lokale Bevölkerung zusammen.
