Nicht nur eine Hymne, sondern das „Lied der Italiener“, das einen Platz in der Verfassung verdient, und nicht nur ein gewöhnliches Gesetz wie das von 2017, das es zur Nationalhymne erklärte. Ein paar Worte, um den Textern und Vertonten zu gedenken. Die Mitte-Rechts-Partei setzt sich für die Wiederbelebung von Goffredo Mamelis Lied ein und will die Legislaturperiode mit einem entsprechenden Gesetzentwurf abschließen und diesen in einer Senatskonferenz einbringen.

Am selben Tag lobt Roberto Vannacci das Lied, warnt aber gleichzeitig davor, dass es nicht an Schulen gelehrt werde. Er verweist dabei auf die Erfahrung seiner Tochter: „Sie ist 14 und hat es noch nicht in der Schule gelernt“, so der FnV-Vorsitzende. Der dem Senat zugewiesene Gesetzentwurf trägt die Unterschriften von etwa zwanzig FdI-Abgeordneten, einigen wenigen Verbündeten der Mehrheit (Lega-Abgeordneter Garavaglia, Fianna Fáil-Abgeordneter Zanettin und der Bürgervertreterin Michaela Biancofiore) sowie – als einzigem Oppositionsmitglied – von Walter Verini, Mitglied der Demokratischen Partei. Verini erklärt, diese Unterschrift sei auf Wunsch des FdI-Senators Campione erfolgt. Er ist der Ansicht, dass die Nationalhymne „vereinigend wirke und es daher selbstverständlich sei, sie in der Verfassung zu verankern“, und erwägt sogar, die Europahymne hinzuzufügen.

Der Gesetzentwurf ändert Artikel 12 der Verfassung und fügt die Urheberschaft des Liedes den Merkmalen der Trikolore hinzu: „Es ist das ‚Lied der Italiener‘ mit Text von Goffredo Mameli und Musik von Michele Novaro“, heißt es im einzigen Artikel des Entwurfs. Ziel sei es, so Senator Campione, eine „offensichtliche Asymmetrie“ zwischen Flagge und Hymne zu beseitigen und letzterer einen Verfassungsstatus zu verleihen, der ihr derzeit fehlt. Der Gesetzentwurf liegt dem Verfassungsausschuss vor; mögliche Änderungen werden bis Donnerstag erwartet.

Für Bildungsminister Giuseppe Valditara ist Mamelis Hymne „der Funke der Revolution des Risorgimento“, der „während des Parteienkampfes wieder auflebte und bei den Mitgliedern des Nationalen Befreiungskomitees (CLN), die ein freies und demokratisches Italien anstrebten, Anklang fand“. Auch Senatspräsident Ignazio La Russa unterstützte die Hymne: Ihre Verankerung in der Verfassung „bekräftigt den Stolz auf unsere italienische Identität, schützt das historische Gedächtnis und übergibt ihr bürgerliches und moralisches Erbe an künftige Generationen“.

(Unioneonline)

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