Nach der gestrigen Eröffnung öffnet das Restaurant Komos in Oristano seine Türen für eine Fotoausstellung, die Kunst, klassische Erinnerung und aktuelle Ereignisse miteinander verbindet. Der passionierte Fotograf Giuseppe Tamponi wird die Ausstellung mit dem Titel „Mala tempora currunt“ eröffnen – ein lateinischer Ausdruck, der allein schon viel über die Botschaft der Ausstellung aussagt.

„Ich habe diesen Titel in Anlehnung an die Literatur gewählt, die ich am De Castro Classical High School studiert habe“, erklärt Tamponi, „die leider auch unsere Gegenwart widerspiegelt.“ Eine Gegenwart, die vom Krieg geprägt ist, dem zentralen Thema der gesamten Ausstellung, die aus zehn Fotografien besteht, die während einer Straßentheateraufführung in Santu Lussurgiu durch die Theatergruppe Theatre En Vol aus Sassari entstanden sind.

Die Bilder fangen die Intensität einer Aufführung ein, die präzise auf der Dramatik des Konflikts basiert, und zeigen, wie die Fotografie die Emotionen des Theaters in einem zeitlosen Moment festhalten kann. Es ist nicht das erste Mal, dass diese Arbeiten in Oristano gezeigt werden; die Ausstellung hatte bereits im Herbst im Rahmen einer von Promo Arte Sardegna organisierten Gruppenausstellung Anerkennung gefunden. Diesmal finden die Fotografien jedoch einen neuen und intimeren Rahmen im einladenden Ambiente von Komos – bei freiem Eintritt.

Tamponi, Fotograf aus Leidenschaft, versteht Fotografie als Dialog mit der Welt: ein persönlicher Blick auf das Leben, den er ungefiltert und unvoreingenommen mit anderen teilt. Genau das betont er, wenn er über die tiefere Bedeutung seiner Arbeit spricht. „Fotografie ist eine der direktesten Möglichkeiten, die Realität zu erzählen“, sagt er. „Ein Foto kann ausdrücken, was Worte manchmal nicht vermögen, und das Herz des Betrachters berühren.“ Doch es gibt noch etwas, das über das Bild selbst hinausgeht. „Ausstellungen sind wertvolle Gelegenheiten zur Begegnung, zum Innehalten und zum Gespräch, zur Entdeckung, dass wir vor einem Foto etwas Gemeinsames finden können. Das ist vielleicht das größte Geschenk, das Kunst machen kann.“

Die Ausstellung ist ab heute bis zum 28. Februar für Besucher geöffnet.

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