Literatur rückt in den Mittelpunkt, Reisen wird zum kulturellen Erlebnis. Dies ist das aufregende neue Konzept der 18. Ausgabe des DH Lawrence Reiseliteraturfestivals, das vom Organisationskomitee des XVIII. Lawrence Festivals unter dem Vorsitz von Mandas' Bürgermeister Umberto Oppus und dem Delegierten Francesco Lallai in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Tourismusverband Pro Loco und dem Kulturverein CartaBianca veranstaltet wird. Das Programm, das sich noch in der finalen Phase befindet, findet vom 25. September bis zum 4. Oktober statt und hat zum Ziel, Mandas, einen historischen Eisenbahnknotenpunkt in der Region Trexenta, in eine große Bühne für Bücher, Erinnerungen, Geschichte und die Region zu verwandeln.

Neu in dieser Ausgabe ist die Kooperation mit Arst, die literarische Begegnungen direkt in die Züge bringt. Autoren und Publikum stehen im Mittelpunkt von Präsentationen und Gesprächen während der Fahrt, vor der Kulisse des historischen Bauchiero-Waggons, der Littorinas, der modernen Stadlers und des gesamten Mandas-Eisenbahnparks. Dies ist eine originelle Art, Lesefreude mit dem Reiz des Reisens und der Eisenbahngeschichte der Stadt zu verbinden. Bislang wurden nur einige wenige Höhepunkte angekündigt, die einen Vorgeschmack auf das Programm geben, das in den kommenden Wochen erweitert wird. Los geht es am Freitag, den 25. September, um 17:00 Uhr am Bahnhof an Bord der Littorina mit „In viaggio verso la sensibilizzazione“. Die Festivaleröffnung widmet sich einem hochaktuellen und wichtigen Thema: Autismus. Im Mittelpunkt steht „H&J“ von Paolo Montaldo, erschienen bei Edizioni La Zattera. Tiziana Scotto führt ein Gespräch mit dem Autor. Ein sozial verantwortungsvoller Start also, ganz im Sinne der Vision des Festivals, Literatur als Instrument zu nutzen, um Erfahrungen und Welten zu vermitteln, die oft wenig bekannt sind.

Wie es in Lawrence Tradition ist, wird auch dieses Jahr ein großer Tag der Geschichte und Bedeutung von Identität gewidmet sein. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 1. Oktober, um 17:00 Uhr im Bahnhof an Bord des historischen Waggons „Bauchiero“ von 1913 statt. Gastredner ist Gianluca Scroccu, Professor für Zeitgeschichte und Autor zahlreicher Studien zur italienischen Politikgeschichte. Er wird das im Salerno Editrice Verlag erschienene Buch „Sandro Pertini“ vorstellen. Der ehemalige Präsident der Republik ist eine besonders bedeutende Persönlichkeit, da er die Beziehung zwischen Erinnerung, Identität und der Geschichte des Landes reflektiert. Scroccus Anwesenheit ist Teil einer umfassenderen Studie, die bereits in Sardinien durchgeführt wird. Der Professor wird am Donnerstag, dem 3. September, die Eröffnungsrede zum 9. Stràngius-Festival in Serramanna halten und dort einen Vortrag über Sandro Pertini halten. In Mandas hingegen nimmt die Geschichte des Partisanenpräsidenten eine einzigartige Wendung: Sie spielt in einem Eisenbahnwaggon aus dem frühen 20. Jahrhundert, einem symbolträchtigen Ort, der die Reise, die Erinnerung und die Wandlungen der italienischen Gesellschaft heraufbeschwört.

Dies sind nur die ersten Schritte eines umfassenderen Programms, das im Laufe der zehn Festivaltage verschiedene Kulturschaffende nach Mandas bringen wird und die Eisenbahnlinie nicht nur zur Kulisse, sondern zu einem zentralen Erzählelement macht. Lawrences Reise dient als Metapher für das Verständnis Sardiniens, seiner Geschichte und der Welt der Literatur.

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