Liquida, das Festival für Journalismus und Literatur, kehrt nach Saccargia zurück.
Die achte Auflage wird zahlreiche aktuelle Themen zu den Bauwerken der Welt behandeln.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Am Fuße der Basilika Saccargia in Codrongianos findet vom 30. Juli bis 2. August das Journalismus- und Literaturfestival Liquida statt. Die achte Ausgabe widmet sich zahlreichen aktuellen Themen der globalen Politik: von der komplexen geopolitischen Lage – mit Fokus auf die Konflikte im Nahen Osten und Chinas Rolle in der Weltpolitik – über die Krise demokratischer Systeme, die von neuen Autokratien untergraben werden, bis hin zu einer kritischen Analyse der Schwächen des modernen Kapitalismus. Auch der Verteidigung der Pressefreiheit, Fragen der sozialen Inklusion und dem allgegenwärtigen Einfluss der Technologie auf unser Leben, das zwischen den großen Illusionen des Internets und unserer Abhängigkeit von Bildschirmen schwankt, wird viel Raum gewidmet sein.
„Liquida bestätigt seine Position als wichtiger Knotenpunkt für Kultur und journalistische Kommunikation in Sardinien und darüber hinaus und zieht ein breites Publikum aus der ganzen Insel an, das daran interessiert ist, die Dynamik unserer Gegenwart zu verstehen, die nicht immer leicht zu entschlüsseln ist“, sagt Giovanni Scanu, Stadtrat von Codrongianos mit Zuständigkeit für Kultur und Gründer von Liquida.
Auch Bürgermeister Cristian Budroni zeigte sich erfreut: „Der Erfolg von Liquida basiert auf bewährten, gemeinschaftlichen Anstrengungen. Dieser Erfolg wurde durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem Verein Lìberos, der die Planung des Festivals übernimmt, den Mitarbeitern der Gemeinde Codrongianos, der Genossenschaft Comes, dem Bibliothekssystem Coros Figulinas, dem sardischen Presseverband, Pro Loco und allen anderen Partnern ermöglicht.“
Die achte Ausgabe wird um 20:00 Uhr mit einem hochkarätig besetzten Panel eröffnet: Der israelische Historiker Ilan Pappé, Autor des Buches „Das Ende Israels“ (Fazi), und der palästinensisch-amerikanische Journalist Ramzy Baroud, Autor von „Das letzte Land“ (Lebeg), diskutieren in Saccargia über die Zukunft des Nahen Ostens und Wege zu einer friedlichen Lösung des Konflikts. Romana Rubeo moderiert die Podiumsdiskussion. Um 21:30 Uhr wechselt das Panel: Der Journalist und Innovationsexperte Riccardo Luna und Serena Orizi reflektieren gemeinsam über die gebrochenen Versprechen, die Folgen und die realen Chancen der digitalen Welt, ausgehend von seinem Buch „Etwas ist schiefgelaufen“ (Solferino). Der erste Abend endet um 22:30 Uhr mit einer Podiumsdiskussion, an der die Aktivistin Maria Elena Delia – Autorin von „Global Sumud Flotilla“ (Ponte alle Grazie) – und die Journalistin Emanuela Pala – deren Buch „Ostinata umanità“ demnächst bei Tlon erscheint – teilnehmen. Sie widmen sich den Geschichten des Widerstands und der sozialen und zivilen Widerstandsfähigkeit der Flottille, die 2025 nach Gaza aufbrach. Der zweite Tag, Freitag, der 31. Juli, beginnt um 20:00 Uhr mit der üblichen Podiumsdiskussion des Sardischen Presseverbandes zum Thema „Pressefreiheit unter Aufsicht“. Im Mittelpunkt stehen die Lage des Journalismus, die Risiken der Zensur und unbegründete Klagen. Teilnehmer sind der Journalist und Essayist Giovanni Mari, Autor von „Fascistissima“ (Volk), und die Präsidentin von Assostampa, Simonetta Selloni. Um 21:00 Uhr präsentiert der Journalist und Autor Carlo Verdelli – ehemaliger Chefredakteur großer nationaler Zeitungen – gemeinsam mit Pietro Masala „Der Teufel in deiner Tasche“ (Einaudi), eine scharfsinnige und ernüchternde Analyse der Smartphone-Sucht und wie kleine Bildschirme Zeit und zwischenmenschliche Beziehungen verdrängen. Zum Abschluss des Abends um 22:00 Uhr diskutiert die Journalistin und Dokumentarfilmerin Laura Silvia Battaglia mit Alberto Urgu über ihr Buch „Die Partisanen Allahs“ (Mondadori), eine investigative Reise zu den Dynamiken des islamischen Fundamentalismus, den vergessenen Konflikten des Nahen Ostens und der Entdeckung neuer Formen des zivilen Widerstands. Das Festivalwochenende, Samstag, der 1. August, beginnt um 20:00 Uhr mit einem Blick nach Osten: Pino Arlacchis Essay „China dem Westen erklärt“ (Fazi) wirft einen Blick nach Osten. Um 21:00 Uhr diskutiert Victoria Karam, Autorin des Essays „Italienische Gesichter“ (Castelvecchi), über Integration, Identität und sozialen Wandel. Der Samstagabend schließt mit dem Panel „Die Schatten der Macht“. Ab 22:00 Uhr beleuchten die Journalisten Sara Lucaroni und Pino Casamassima, moderiert von Alberto Urgu, die Geheimnisse und dunkelsten Machenschaften der amerikanischen Machtzentren. Ausgangspunkt sind ihre Bücher „America Go Away“ und „In Epstein’s Net“, beide erschienen bei Compagnia Editoriale Aliberti. Der letzte Tag, Sonntag, der 2. August, beginnt um 20:00 Uhr mit Lorenzo Teclemes Essays „Stories of (Ordinary) Wild Capitalism“ (Newton Compton Editori) und „A Quick Guide to the End of the World“ (Castelvecchi), die sich mit der globalen Wirtschaft und der Klimakrise befassen. Tecleme diskutiert seine Werke anschließend mit Cristina Nadotti. Um 21:00 Uhr präsentiert der Journalist Goffredo Buccini seinen Essay „Tyrannis“ (Neri Pozza) auf der Liquida-Bühne. Die achte Ausgabe von Liquida endet um 22:00 Uhr mit einem Vortrag der Journalistin Elena Testi im Gespräch mit Alberto Urgu. Die beiden präsentieren „Genesis“ (SEM), einen Essay, der den beunruhigenden Aufstieg der extremen Rechten zur Macht in Israel nachzeichnet. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Festivals Liberevento und Dorian statt.
