Gestern, am 22. Juli, markierte das Fest der Heiligen Maria Magdalena nicht nur die Wiederbelebung der Andachtsriten zu Ehren der Schutzpatronin des Archipels, sondern auch die erneute Stärkung der institutionellen Beziehungen zwischen La Maddalena und ihrer Partnerstadt Ajaccio. Eine große korsische Delegation unter der Leitung von Vizebürgermeister Alex Farina, bestehend aus mehreren Stadträten, Beamten und Vertretern zweier Bruderschaften, traf auf der Insel ein. Die Gäste wurden im Rathaus von Bürgermeister Fabio Lai, dem Gemeinderat und Vertretern des Militärs mit allen Ehren empfangen – begleitet von Flaggen, Nationalhymnen und offiziellen Reden.

Der Toast zwischen den Vertretern der beiden Städte wurde von einem eigens zu Ehren der korsischen Delegation zubereiteten Cocktail begleitet, der den Namen „U grandi corsu (Der große Korse)“ trug und damit klar auf Napoleon, einen Korsen aus Ajaccio, anspielte.

„Diese Partnerschaft besteht seit über dreißig Jahren: Sie bedeutet, dass da viel mehr dahintersteckt als nur eine einfache Geste“, sagte Bürgermeister Fabio Lai. „Es ist etwas viel Schöneres: Wir haben eine brüderliche Beziehung, wir teilen dasselbe Blut, und es ist kein Zufall, dass wir denselben Nachnamen tragen“, fügte er hinzu und bezog sich dabei auf den Nachnamen von Ajaccios stellvertretendem Bürgermeister Farina, der auch von einigen Familien auf der Insel geteilt wird. Der Bürgermeister erinnerte auch an die Gründer der Städtepartnerschaft, seine Vorgänger Giuseppe Deligia und Charles Ornano. „Eine Partnerschaft, die dreißig Jahre Bestand hat“, betonte stellvertretender Bürgermeister Farina, „zeigt, dass es Männer, Vereine und Bruderschaften gibt, die sie am Leben erhalten; es ist unsere Aufgabe, dieses Band weiter zu stärken.“ Erwähnenswert ist auch, dass eine Delegation aus La Maddalena im März zum Fest der Madonnuccia (Unsere Liebe Frau der Barmherzigkeit), dem Patronatsfest der korsischen Hauptstadt, nach Ajaccio reist.

Die anschließende feierliche Messe in der Pfarrkirche, zelebriert vom Chor Santa Cecilia, wurde vom Bischof von Tempio-Ampurias, Monsignore Roberto Fornaciari, besucht, der gemeinsam mit Pfarrer Umberto Deriu, weiteren Pfarrern, Priestern und Militärgeistlichen konzelebrierte. Die Kirche war bis auf den letzten Platz mit Einheimischen und Touristen gefüllt, und auch Vertreter der Stadtverwaltung sowie zahlreiche lokale und territoriale Militärbehörden waren anwesend. Nach dem Gottesdienst fand die traditionelle Prozession zum Hafen statt, wo die Statue auf das Schiff verladen wurde. Anschließend setzte sich die Prozession in einer besonders stimmungsvollen Kulisse aufs Meer hinaus fort. Am Abend klangen die Feierlichkeiten mit einem spektakulären Feuerwerk aus, das vom Abiturjahrgang 1976 organisiert worden war, sowie mit den anderen städtischen und religiösen Veranstaltungen des Jahres.

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