Johnny Depp bedarf sicherlich keiner Vorstellung. Der Star, der unvergessliche Charaktere wie Jack Sparrow in der „Fluch der Karibik“-Saga zum Leben erweckte und jahrzehntelange Zusammenarbeit mit Meistern wie Tim Burton pflegte, erlitt in den letzten Jahren seiner Karriere einen plötzlichen Rückschlag – wie in Zeitungen und sozialen Medien ausführlich berichtet wurde – vor allem aufgrund von Rechtsstreitigkeiten mit seiner Ex-Frau Amber Heard.
Nachdem der Fall abgeschlossen war und er sich schnell zur Wiederaufnahme seiner Arbeit am Set entschlossen hatte, sahen wir ihn erneut in Maïwenns „Jeanne du Barry“ und in einer unerwarteten Rückkehr hinter die Kamera mit dem Biopic „Modì: Drei Tage auf den Flügeln des Wahnsinns“. Unermüdlich wie in seiner frühen Karriere ist Depp nun bereit für seinen Auftritt in „Ebenezer: Eine Weihnachtsgeschichte“, der lang erwarteten Rückkehr von Regisseur Ti West, der uns erneut eine unvergessliche Darbietung verspricht.
Der Film, der am 13. November in den amerikanischen Kinos Premiere feiert und auf Charles Dickens’ Kurzgeschichte „Eine Weihnachtsgeschichte“ basiert, zeigt Johnny Depp in der Rolle des Ebenezer Scrooge, dem Protagonisten eines Werkes, das seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1843 über vierhundert Adaptionen hervorgebracht hat – darunter Stummfilme, Spielfilme und animierte Kurzfilme. Die Geschichte erzählt von Scrooge, einem geizigen und ungeselligen Mann, der schließlich den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft begegnet und über die Tragweite seiner Taten und den Weg, den er einschlagen muss, um seine Seele zu retten, nachdenkt. Auf den ersten Fotos vom Dreh, die von der Daily Mail veröffentlicht wurden, sieht man einen grauhaarigen, mürrischen und grimmigen Johnny Depp, der auf den ersten Blick kaum wiederzuerkennen ist. Zur Besetzung gehören außerdem Ian McKellen, Rupert Grint, Sam Claflin, Daisy Ridley und Tramell Tillman.
Bei seiner Rückkehr zur CinemaCon in Las Vegas zur offiziellen Filmpräsentation enthüllte Depp seine Kindheitsbegeisterung für Dickens’ Geschichte. Erfreut über das Privileg, Teil eines so spannenden Projekts zu sein, sagte er: „Diese Geschichte hat mich seit meiner Kindheit fasziniert. Als Ti West mich ansprach, dachte ich zuerst: ‚Niemand kann sie so gut vertonen wie Alastair Sim in den 1930er-Jahren.‘ Es ist eine magische Interpretation. Aber dann dachte ich: ‚Das ist kein Grund, es nicht zu versuchen … Ich glaube, Ti hat wirklich etwas ganz Besonderes geschaffen.‘“
Sir Ian McKellens Enthüllungen über die Zusammenarbeit mit Johnny Depp während der Dreharbeiten weckten zusätzlich die Neugier der Fans. Er beschrieb ein gesundes und produktives Arbeitsklima und sagte über seinen Kollegen: „Ich habe mich in ihn verliebt. Er ist in Topform. Spritzig, witzig, respektlos, ernst – alles gleichzeitig. Es war fast wie eine kollektive Schwärmerei. Er ist sehr offen gegenüber den anderen Schauspielern. Es herrschte eine wunderbare Stimmung am Set.“ Voller Vorfreude darauf, ihn als Jacob Marley, den Geist der Vergangenheit, zu sehen, resümierte er über seine Teilnahme an dem Projekt: „Es sind erst sechs Drehtage vergangen, aber es hat sich absolut gelohnt. Ich spiele einen Geist!“
Zu seinen kommenden Projekten zählt auch ein neuer Horrorfilm von Johnny Depp, der von Netflix produziert wird. Der Film spielt in England und soll im Herbst erscheinen. Der Titel ist nach wie vor weitgehend geheim, da die Dreharbeiten in Maidstone, Kent, unter strengster Geheimhaltung begonnen haben. Ein Mitarbeiter des griechischen Pubs Taverna Artemis – dem Drehort – verriet: „Er dreht einen neuen Horrorfilm, der im Oktober auf Netflix verfügbar sein wird, aber mehr wissen wir bisher nicht.“
Eine weitere Produktion, die Depps endgültige Rückkehr auf den Mainstream-Markt markieren würde, ist „Daydrinker“, das neueste Projekt von Regisseur Mark Webb, in dem auch Penelope Cruz und Madelyn Cline mitspielen. Dieser Thriller erzählt die Geschichte eines trauernden Barkeepers, der nach einer verdächtigen Begegnung mit einem Gast auf einer Yacht in ein gefährliches kriminelles Netzwerk verwickelt wird.
Natürlich dürfen wir die mögliche Rückkehr des Stars zur „Fluch der Karibik“-Reihe nicht vergessen. Die von Jerry Bruckheimer produzierte Filmreihe, die sich aktuell im sechsten Teil befindet, plant für den nächsten Teil eine komplette Neuausrichtung. Die Entwicklung des nächsten Teils wird jedoch noch streng geheim gehalten. In einem Interview mit The Direct während der Producers Guild Awards versuchte Bruckheimer dennoch, alle bezüglich Depp zu beruhigen: „Nein, nein, nein. Johnny … wenn es nach mir ginge, wäre er dabei.“ Es bleibt also abzuwarten, ob der Schauspieler in die ikonische Rolle zurückkehren wird, vielleicht mit einem kurzen Gastauftritt oder bestenfalls in einer Hauptrolle.

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