Schmuck im Wert von 240.000 € wurde Capellos Frau gestohlen; er befand sich in einem Koffer, der am Flughafen Malpensa zurückgelassen worden war.
In dem Fall aus dem Jahr 2017 wurden vier Angeklagte wegen des Empfangs von Diebesgut verurteilt.Fabio Capello (Ansa)
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Sie hatten gestohlenen Schmuck von Fabio Capellos Ehefrau erhalten und wurden alle verurteilt. Das erstinstanzliche Urteil wurde heute von Richter Roberto Falessi vom Gericht in Busto Arsizio (Varese) verkündet. Er gab dem Antrag der Staatsanwältin Laura Martello statt und verurteilte die vier Angeklagten zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und drei Jahren.
Die Geschichte begann im Juni 2017, als der ehemalige Trainer von AC Mailand, Juventus Turin und Real Madrid und seine Frau auf ihrer Rückreise aus Deutschland einen Gepäckwagen auf dem Bürgersteig des Flughafens Malpensa vergaßen. Das Gepäck enthielt Wertgegenstände im Wert von über 240.000 Euro, darunter Cartier-Uhren und -Armbänder, Platin- und Diamantschmuck, einen Buccellati-Ring, Perlenketten, zwei iPhones, eine Apple Watch und sogar eine Buddha-Statue aus Koralle.
Dem ehemaligen Trainer fiel erst auf, dass er den Koffer vergessen hatte, als er bereits im Taxi nach Lugano saß. Er rief am Flughafen an, doch der Koffer im Wert von Tausenden von Euro war verschwunden. Ein Mitarbeiter des Parkhauses hatte den Koffer mit den Wertsachen inzwischen an sich genommen und ihn zusammen mit seinem Chef im Firmengebäude geöffnet. Die beiden, die nun einen wahren Schatz besaßen, machten sich daran, ihn zu verkaufen. Capello hatte unterdessen Anzeige erstattet.
Beamte der Carabinieri-Niederlassung Gallarate (Varese), koordiniert von Staatsanwältin Nadia Calcaterra, konnten den gesamten Tathergang anhand der Videoüberwachungsaufnahmen des Flughafens rekonstruieren. Die Täter entschieden sich für alternative Strafverfolgungen: Der Angestellte bekannte sich schuldig und wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, während der Parkplatzbesitzer – dem ebenfalls der Diebstahl eines auf seinem Parkplatz abgestellten Autos vorgeworfen wurde – in einem beschleunigten Verfahren zu einem Jahr Haft und einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt wurde. Das Verfahren gegen einen fünften Zaunbauer wurde in Novara aufgrund der örtlichen Zuständigkeit eingestellt. Die übrigen vier Verdächtigen wurden heute in erster Instanz wegen Hehlerei verurteilt.
(Unioneonline)
