Die Ehefrau von Carlo Luigi Montalbetti, dem 72-Jährigen, der am 27. Dezember im Morgengrauen in seinem Haus im Mailänder Stadtteil Gorla starb, wird im Mordfall, der von Staatsanwältin Laura Biliotti eröffnet wurde, formell untersucht.

Wie Il Giorno berichtet, handelt es sich hierbei um eine technische Registrierung, wonach der 50-jährigen Polin in den letzten Stunden die Ermittlungsmitteilung zugestellt wurde, auch zu ihrem Schutz, da dies ein notwendiger Schritt sei, um ihr die Möglichkeit zu geben, vor der für nächsten Montag angesetzten Autopsie einen Anwalt und einen Berater zu beauftragen.

Die Untersuchung der Leiche wird von entscheidender Bedeutung sein, um die Todesursache des älteren Mannes festzustellen.

Die erste Untersuchung des Gerichtsmediziners ergab zwar einige Spuren auf seiner Brust, klärte die Frage aber nicht. Montalbetti litt an einer Herzerkrankung und nahm regelmäßig Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel ein, daher könnte die Todesursache auch eine Folgeerkrankung seiner chronischen Erkrankung gewesen sein. Am 27. Dezember alarmierte die Frau den Notruf, doch da war es bereits zu spät für Montalbetti.

Die polizeilichen Ermittlungen ergaben jedoch, dass der Mann fünf Tage zuvor während eines heftigen Streits mit der Frau den Notruf 112 gewählt hatte.

Er wurde ins Krankenhaus gebracht und mit einer Prognose von fünf Tagen entlassen – nicht wegen eines Traumas oder Verletzungen, sondern wegen Hustens. Am nächsten Tag ging Montalbetti zur Polizeistation Villa San Giovanni, um Anzeige wegen Misshandlung zu erstatten.

Auf Anraten seiner Schwester hatte er zwei Nächte in einem Hotel verbracht, bevor er am Weihnachtsmorgen nach Hause zurückkehrte. Achtundvierzig Stunden später starb er.

(Unioneonline)

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