Die Staatsanwaltschaft Brescia geht davon aus, dass Massimo Cellino bei der Transaktion mit Steuergutschriften getäuscht wurde. Diese Gutschriften erwiesen sich später als nicht existent und wurden von Brescia Calcio zur Deckung eines Teils der Steuerschulden für die Saison 2024/2025 verwendet. Aus diesem Grund beantragten die Richter die Einstellung des Verfahrens.

Die von Staatsanwalt Jacopo Berardi koordinierten Ermittlungen gegen fünf Personen, denen in verschiedenen Anklagepunkten die Organisation des Kreditabtretungssystems vorgeworfen wird, dauern an. Zu ihnen gehören Gianluca Alfieri, der als Geschäftsführer des Unternehmens gilt, das die Kredite mutmaßlich vermarktete; der Steuerberater Marco Gamba; der Vermittler Andrea Piceni; der Broker Francesco Scalercio; und der Unternehmer Danilo Porcile.

Laut Ermittlern soll die Gruppe eine Firmenstruktur eingerichtet haben, um ungültige Steuergutschriften zu vermarkten, die anschließend von Unternehmen und Sportvereinen erworben wurden. Die Ermittler werfen den Verdächtigen vor, durch die Täuschung mehrerer Geschäftsleute, darunter des damaligen Cheftrainers von Brescia, fast vier Millionen Euro erlangt zu haben. Der Einsatz der strittigen Gutschriften hatte schwerwiegende sportliche Folgen für den lombardischen Verein, der in der Tabelle abrutschte und in die Serie C abstieg.

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