Das Innenministerium hat die Schließung der See- und Luftgrenzen zu Spanien angeordnet. Die Entscheidung erfolgte aufgrund neuester Erkenntnisse, die insbesondere vom Ausschuss für Einwanderung und Grenzsicherheit unter dem Vorsitz von Minister Matteo Piantedosi im Innenministerium analysiert wurden.

Im Anschluss an ein Telefongespräch zwischen Minister Piantedosi und seinem französischen Amtskollegen Laurent Nuñez wurde außerdem die Möglichkeit einer Verstärkung der Kontrollen an der Landgrenze zwischen den beiden Ländern im Rahmen der zuvor zwischen Frankreich und Italien unterzeichneten polizeilichen Kooperationsabkommen erörtert.

Meloni: „Achten Sie auf den Tourismus.“

Die Maßnahme zur Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien „wird nur so lange wie nötig aufrechterhalten, wobei besonderes Augenmerk darauf gelegt wird, jegliche Auswirkungen auf den Sommertourismus zu begrenzen.“ Dies erklärt die Regierung.

Premierministerin Giorgia Meloni.

Tajani: „Eine in den Verträgen vorgesehene notwendige Wahl“

„Die vorübergehende Aussetzung des Schengen-Abkommens mit Spanien ist eine notwendige Entscheidung, um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten und Europas Grenzen zu verteidigen. Es handelt sich um eine in den Verträgen vorgesehene und nun unausweichliche Maßnahme“, erklärte Vizepremierminister und Außenminister Antonio Tajani. Die Migrationskrise in Ceuta, so fuhr er fort, „erinnert uns daran, dass die Sicherung der Grenzen der Union eine gemeinsame Verantwortung unserer Länder ist. Wir müssen zusammenarbeiten, um unkontrollierte Migrationsströme in das EU-Gebiet mit all den damit verbundenen Risiken und der Terrorismusgefahr zu verhindern, die ohne Zögern bekämpft werden muss.“

(Unioneonline)

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