Daniela Zinnanti, die am vergangenen Montag in Messina von ihrem Ex-Partner Santino Bonfiglio getötet wurde, soll sich vor ihrem Tod verteidigt haben. Dies ist eines der Ergebnisse der heutigen Autopsie. Die Untersuchung wurde von Gerichtsmediziner Alessio Asmundo durchgeführt, der gestern von der Staatsanwaltschaft ernannt wurde. Ebenfalls in der Leichenhalle des Krankenhauses von Papardo befanden sich die von Bonfiglios Verteidigung und der Familie Zinnanti beauftragten Gutachter: die Professoren Daniela Sapienza und Antonino Bondì.

Bonfiglio hebelte offenbar mit einer Metallstange das Fenster auf und drang in das Schlafzimmer ein . Anschließend stach er der Frau in den Hinterkopf und stach dann mit einem Messer mehrmals auf sie ein. Die Frau wies Wunden an den Händen auf, was darauf hindeutet, dass sie sich zunächst gegen die Stiche verteidigt hatte. Bonfiglio soll seine Ex-Partnerin unerbittlich in Brust und Hals gestochen und mindestens dreißig Mal auf sie eingestochen haben. Laut Autopsie starb Zinnanti kurz darauf. Ihre Tochter fand die Leiche am nächsten Tag. Beunruhigt durch die fehlende Reaktion ihrer Mutter war sie zum Haus gekommen. Die Ermittlungen ergaben außerdem eine Vorstrafe Bonfiglios aus dem Jahr 2008. Er war bereits in Spadafora wegen versuchten Mordes an seiner damaligen Partnerin festgenommen worden. Nachdem er zunächst von einem Polizisten in der Nähe angehalten worden war, flüchtete er, um einer Festnahme durch die Polizei zu entgehen. Diese war inzwischen wegen einer Anzeige des Opfers ausgerückt, das zu 30 Tagen Haft verurteilt worden war.

Das erstinstanzliche Urteil lautete auf zehn Jahre Haft. Im Berufungsverfahren änderten die Richter jedoch die rechtliche Einstufung der Straftaten in Körperverletzung und reduzierten die Strafe auf drei Jahre.

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata