Land der Feuer: 205 Millionen Euro von den Pellini-Brüdern beschlagnahmt: „Skrupellose Kriminelle“.
Drei Boote und zwei Hubschrauber wurden ebenfalls versiegelt. Die Richter erklärten: „Verheerende Folgen für die Region.“Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Gericht von Neapel hat die Beschlagnahme von Vermögenswerten der Brüder Giovanni Cuono und Salvatore Pellini in Höhe von 205 Millionen Euro angeordnet. Die Brüder sind Unternehmer im Bereich der Rückgewinnung, Entsorgung und des Recyclings von Siedlungs- und Industrieabfällen.
Die italienische Einsatzkoordinierungsstelle (GICO) der Finanzpolizei Neapel (Guardia di Finanza) hat acht Unternehmen in Neapel, Frosinone und Rom, 224 Immobilien in Neapel, Salerno, Caserta, Cosenza, Latina und Frosinone, 75 Grundstücke, 70 Finanzkonten, 72 Autos, drei Boote und zwei Hubschrauber beschlagnahmt. Den Ermittlungen zufolge stammt ein Teil ihres Vermögens aus dem illegalen Abfallhandel im sogenannten „Land der Feuer“.
„Skrupellose Kriminelle, die ihre unternehmerischen Fähigkeiten ausgenutzt haben, um leichtes Geld zu verdienen“, betont das Gericht von Neapel.
Die Justizbehörden betonten die „konkrete und schwerwiegende kriminelle Tätigkeit“ der Unternehmer, die „verheerende Folgen für die betroffenen Gebiete und die Umwelt sowie für Tiere und Menschen“ gehabt habe, für die der Zusammenhang zwischen Krebserkrankungen und den Aktivitäten, die den Boden vergiftet haben, mehr als nur ein Verdacht sei.
Die Richter kamen daher zu dem Schluss, dass die Brüder Pellini „keine ehrlichen Unternehmer waren, sondern irrtümlich in die illegale Tätigkeit verwickelt wurden“.
Der Einziehungsbeschluss ist Teil der laufenden Ermittlungen, die von der Anti-Mafia-Direktion des Bezirks Neapel koordiniert werden. Nachdem der vorherige Einziehungsbeschluss im April 2024 vom Kassationsgericht wegen formaler Mängel aufgehoben worden war, erneuerte die Direktion ihren Vorschlag für eine präventive Vermögenssicherungsmaßnahme, da sie sowohl das finanzielle Ungleichgewicht als auch die „qualifizierte“ Gefährlichkeit der Pellinis weiterhin als gegeben ansah.
(Unioneonline)
