Beamte der Portogruaro-Gruppe (Venedig) und der 1. Triest-Gruppe der Guardia di Finanza (Finanzpolizei) entdeckten im Rahmen einer von der Triest-Staatsanwaltschaft koordinierten Operation namens „Dirty Delivery“, die auf illegale Arbeitsverträge abzielte, 120 irreguläre Beschäftigungsverhältnisse und die Ausstellung von Rechnungen für nicht existierende Transaktionen in Höhe von insgesamt rund 5,4 Millionen Euro .

Die Guardia di Finanza (italienische Finanzpolizei) hat ein betrügerisches System im Logistiksektor zerschlagen, das auf der unrechtmäßigen Anstellung von Arbeitskräften und damit verbundenem Steuerbetrug beruhte. Gegen 14 Personen wird ermittelt, fünf von ihnen werden der kriminellen Verschwörung beschuldigt.

Der Untersuchungsrichter des Triestgerichts ordnete zwei Verhaftungen an – eine Person wurde inhaftiert, die andere unter Hausarrest gestellt – sowie die vorsorgliche Beschlagnahme von über 750.000 €. Außerdem wurden Durchsuchungen an 20 Orten in Friaul-Julisch Venetien, Venetien, Emilia-Romagna, Lombardei, Marken und Apulien durchgeführt.

Kern des Systems war ein Netzwerk von Briefkastenfirmen, die von Strohmännern kontrolliert wurden und als „Arbeitskräftepools“ dienten – das sogenannte Grauzonensystem –, um Arbeitsgesetze und Tarifverträge zu umgehen. Mithilfe fiktiver Dienstleistungsverträge verschleierten die beteiligten Unternehmen die illegale Personalbeschaffung, generierten unberechtigte Mehrwertsteuergutschriften und zahlten keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, was zu erheblichen Verlusten für den Staat und die Arbeitnehmer führte.

Die Verdächtigen sind Einwohner der Provinzen Triest, Udine, Modena, Teramo, Venedig, Foggia, Pesaro Urbino und Ragusa. Die zehn Unternehmen, die die Arbeitskräfte vermittelten, haben ihren Sitz in verschiedenen Regionen Italiens. Die Durchsuchungen richteten sich gegen 20 Firmenzentralen und die Wohnungen der an den illegalen Aktivitäten Beteiligten in den Provinzen Triest, Udine, Gorizia, Venedig, Padua, Trient, Mailand, Modena, Rimini, Pesaro Urbino und Foggia. Die Ergebnisse der Ermittlungen werden der Arbeitsinspektion, dem INPS und dem INAIL zur weiteren Bearbeitung weitergeleitet.

(Unioneonline)

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