Im Rahmen einer Untersuchung der Staatsanwaltschaft Florenz wurden vorsorglich Immobilien im Wert von 20 Millionen Euro beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich um Erträge aus Geldwäsche und Selbstwäsche gegen die Schauspielerin Ursula Andress, die Geschädigte, handelt.

Die Ermittlungen gehen auf die Anzeige des Opfers bei den Justizbehörden des Kantons Waadt in der Schweiz zurück. Sie warf den Verantwortlichen für die Verwaltung ihrer Finanzen die fortschreitende Veruntreuung ihres Vermögens vor. Die Guardia di Finanza beschlagnahmte elf repräsentative Immobilien und 14 Grundstücke mit Weinbergen und Olivenhainen in der Umgebung von San Casciano Val di Pesa sowie Kunstwerke.

Die großangelegte Beschlagnahme fand heute Morgen auf dem Anwesen des Palazzo al Bosco statt, einem Zentrum für zeitgenössische Kultur in den Hügeln von San Casciano Val di Pesa bei Florenz. Dabei wurden auch mehrere Kunstwerke aus der Sammlung von Carolina und Eric Freymond beschlagnahmt. Letzterer war der ehemalige Vermögensverwalter von Ursula Andress, die 2025 Suizid beging. Laut der Anti-Mafia-Direktion Florenz (DDA) wurden die Erträge des Betrugs an der berühmten Schauspielerin in die Verwaltung des Immobilienkomplexes, zu dem die Villa und ein 18 Hektar großes Anwesen gehören, sowie in den Ankauf mehrerer Gemälde investiert. Aus diesem Grund wird gegen die Witwe des Finanzberaters wegen Geldwäsche und Selbstwäsche ermittelt. Zwei weitere Personen werden ebenfalls von den Schweizer Behörden wegen Betrugs untersucht. Der Fall geht auf eine Anzeige zurück, die die heute 90-jährige Ursula Andress vor einigen Monaten erstattete. Sie machte ihren ehemaligen Finanzberater für die Verschwendung ihres Vermögens durch dubiose Investitionen verantwortlich.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt haben ein Bild der systematischen Veruntreuung von Finanzmitteln in Höhe von schätzungsweise 18 Millionen CHF (ca. 20 Millionen €) ergeben. Die Ermittlungen ergaben, dass die Investitionen in eine Geldwäscheoperation in der Provinz Florenz, genauer gesagt in San Casciano Val di Pesa, flossen. Die Anti-Mafia-Direktion Florenz (DDA) hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Finanz- und Wirtschaftspolizei der Guardia di Finanza (GFD) rekonstruierte die gesamte Kette der illegalen Gelder durch eingehende Dokumentenanalyse, Bankermittlungen, Unternehmensrekonstruktionen und den Abgleich von Vermögens- und Finanzdaten. Mithilfe modernster Methoden zur Bekämpfung der Geldwäsche konzentriert sich die Untersuchung auf die Rekonstruktion der sogenannten „Papierspur“, die es ermöglicht, die veruntreuten Gelder und ihre schrittweise Reinvestition in hochwertige Güter und Vermögenswerte nachzuverfolgen. Der Vorfall, so die Guardia di Finanza (Fiamme Gialle), zeige, wie die Toskana und insbesondere Florenz und ihre Umgebung dem Risiko der Reinvestition von illegalem Kapital ausgesetzt seien.

(Unioneonline)

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