Hochdruckwetterlage hält bis Samstag an und bringt für diese Jahreszeit ungewöhnlich warmes Wetter. Der Himmel ist jedoch aufgrund von Saharasand aus dem Süden bewölkt. Dieser aufgewirbelte Wüstenstaub, insbesondere über Mittel- und Süditalien, kündigt die für Sonntagabend erwartete Verschlechterung der Wetterbedingungen in Sardinien, Ligurien und Piemont an. Am Montag läuten erste leichte Regenfälle eine Periode mit Unwettern ein.

Am Montag, so Tedici, steht Italien vor einem „doppelten Tiefdruckgebiet“: Eine intensive Saharastaubwelle zieht aus dem Süden auf und trifft auf eine milde, sehr feuchte Luftmasse, die vereinzelt Regenschauer verursacht. Gleichzeitig bricht eine Kaltfront mit kühlerer, stürmischer Luft vom Atlantik herein. Diese Wetterlage dürfte sich verbreitet verschlechtern und einige Tage lang über dem Land anhalten. „Der Schwerpunkt liegt dabei auf der tyrrhenischen Küste und insbesondere im Süden, aber auch in Norditalien sind häufige Regenfälle nicht ausgeschlossen. Am deutlichsten wird der Temperatursturz ausfallen: Die ungewöhnliche Wärme der letzten Tage ebbt schnell ab, und die Höchstwerte sinken wieder auf etwa 17–18 °C.“

Darüber hinaus wird sich die Himmelsfarbe am Freitag und Samstag deutlich verändern . „Die ersten Auswirkungen werden sich in Form von Wüstenstaub bemerkbar machen. Der Himmel wird durch den aus dem Süden aufsteigenden Saharasand allmählich trüber und milchiger. Genauer gesagt“, so Tedici, „handelt es sich bei dem sogenannten ‚Sand‘ in Wirklichkeit um feinen Schlick, also Partikel, die viel kleiner sind als echte Sandkörner.“ Wie bereits erwähnt, ist dieser aufgewirbelte Wüstenstaub, insbesondere über Mittel- und Süditalien, das erste Anzeichen für die für Sonntagabend in Sardinien, Ligurien und Piemont erwartete Verschlechterung der Wetterlage . „Erste leichte Regenschauer sind in diesen Gebieten nicht auszuschließen, die aufgrund des atmosphärischen Staubs ‚trüb‘ sein werden. Ein praktischer Rat ist daher unerlässlich: Waschen Sie Ihr Auto nicht am Wochenende, denn es wird bereits Anfang nächster Woche wieder stark verschmutzt sein“, raten die Experten.

(Unioneonline)

© Riproduzione riservata