Blasis Botschaft an Totti: „Bist du verrückt, ein sechsjähriges Mädchen allein zu lassen?“
Dem ehemaligen Fußballer wird Kindesaussetzung vorgeworfen; der Untersuchungsrichter behält sich das Recht vor, über den Antrag auf Einstellung des Verfahrens zu entscheiden.Totti und Blasi (Ansa – EPA/SEBASTIEN NOGIER)
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„Francesco, ich habe heute Abend zweimal mit unserer Tochter telefoniert, und sie hat mir erzählt, dass sie schon über zwei Stunden allein zu Hause ist, weil du zum Abendessen ausgegangen bist. Bist du verrückt, ein sechsjähriges Mädchen allein zu Hause zu lassen?“
Dies ist die Nachricht, die Ilary Blasi angeblich am 26. Mai 2023 um 23:19 Uhr an ihren Ex-Mann Francesco Totti geschickt hat und die nun den Unterlagen in dem Verfahren beigefügt ist, in dem gegen den ehemaligen Roma-Fußballer wegen Kindesaussetzung ermittelt wird.
„Diese Nachricht beweist, dass Ilary Blasi alles versucht hat, um herauszufinden, wie es ihrer Tochter geht, und schließlich die Polizei eingeschaltet hat“, sagte Fabio Lattanzi, der Anwalt von Tottis Ex-Frau. Derweil hat der Untersuchungsrichter in Rom seine Entscheidung über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einstellung des Verfahrens vertagt.
Tottis jetzige Partnerin, Noemi Bocchi, wird ebenfalls des gleichen Verbrechens beschuldigt : Ihre beiden minderjährigen Kinder befanden sich an jenem Abend ebenfalls im Haus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt auch gegen das Kindermädchen, das beschuldigt wird, fälschlicherweise behauptet zu haben, im Haus gewesen zu sein, um dem Paar ein Alibi zu verschaffen.
Laut der Anzeige des Fernsehmoderators, der Totti meldete, sollte die jüngste Tochter den Abend bei ihrem Vater verbringen, der jedoch das Haus verlassen hatte. In ihrem Antrag auf Einstellung des Verfahrens erklärten die Richter am Piazzale Clodio, dass zu keinem Zeitpunkt eine wirkliche Gefahr für die Minderjährigen bestanden habe. Das Mädchen habe ein Telefon gehabt, mit dem sie ihre Mutter hätte anrufen können, sie sei mit älteren Kindern zusammen gewesen, und das Kindermädchen – obwohl nicht anwesend – sei „vermutlich“ sofort hätte kommen können, da sie im selben Gebäude wohne.
Für Tottis Verteidiger Gianluca Tognozzi ist der Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einstellung des Verfahrens angesichts der festgestellten Tatsachen durchaus gerechtfertigt. Er meint jedoch, dass das Ganze nur Mittel zum Zweck des Zivilprozesses sei. Gemeint ist damit das Scheidungsverfahren, das voraussichtlich am 21. März abgeschlossen wird.
(Unioneonline)
