„Nach sorgfältiger Prüfung aller Standpunkte wurde deutlich, dass das Projekt Spaltungen hervorgerufen hat, die – unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung – nicht mehr im Interesse des angestrebten Ziels liegen. Unser Ziel war und ist es, zu vereinen und zu verbessern. Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt.“ So erklärte die FIFA in einer offiziellen Stellungnahme zur Möglichkeit, die Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen und eine neue Tochtergesellschaft zur Verwaltung der Vermarktungsrechte zu gründen.

„Das Projekt ‚FIFA Forward Enterprise‘ wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, eine Grundlage für die weitere Stärkung unserer Verbände und unseres Sports weltweit zu schaffen, insbesondere in den Ländern, in denen die größte Unterstützung benötigt wird“, heißt es in der von Präsident Infantino unterzeichneten Erklärung. „Darüber hinaus sollte dieses Projekt, wie wir von Anfang an betont haben, nur mit der Unterstützung der Mehrheit der FIFA-Mitgliedsverbände und stets nach Rücksprache mit diesen, dem Bundesrat, den Konföderationen und anderen Beteiligten umgesetzt werden.“

„Von nun an“, schloss Infantino, „wird es mein Ziel sein, in den kommenden Tagen und Wochen alle Beteiligten im Geiste des gemeinsamen Interesses an unserem Sport und mit dem Ziel, den Fußball überall weiter zu fördern, insbesondere in den Ländern, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen, wieder zusammenzubringen.“

Infantinos Plan zur Privatisierung der Weltmeisterschaft hatte in der Fußballwelt Chaos ausgelöst. Die UEFA, die mit einem Boykott der FIFA-Wettbewerbe gedroht hatte, wurde von Nord-, Mittelamerika- und Asienverbänden – einer 143 Mitglieder starken Rebellenfront – unterstützt. Infantinos Chefberater Carlos Cordeiro trat ebenfalls zurück. Der damalige FIFA-Geschäftsführer Kevin Lamour kritisierte den Plan scharf, ohne jedoch zurückzutreten.

Eine Welle von Angriffen zwang den zunehmend kritisierten FIFA-Weltmeister zum Rückzug.

(Unioneonline)

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