„Man sagt, die zweite Hochzeit sei noch schöner.“ Ilary Blasi sagte dies mit verträumtem Blick und malte sich die Hochzeit aus, die sie früher oder später mit Bastian Müller feiern würde und die nun, nach der rechtskräftigen Scheidung von Francesco Totti am 6. Juli, sogar schon ein Datum hat: den 13. September. Sie wird privat und fernab der Öffentlichkeit stattfinden, das genaue Gegenteil des ersten „Ja-Worts“ mit Er Pupone, einem riesigen Fernsehspektakel, das von Millionen Italienern verfolgt wurde.

Das Märchen

Wer hätte das vor zwanzig Jahren gedacht? Totti und Ilary, Ilary und Totti, ein Traumpaar, Symbol einer Ära, in der die Klatschspalten fast uneingeschränkt regierten. Sie lernten sich Anfang der 2000er-Jahre kennen: Er, bereits eine Legende in Rom, hatte sich in die junge Showtänzerin verliebt, die von „Passaparola“ entdeckt worden war. Er umwarb sie lange, bis sie schließlich nachgab. Am 19. Juni 2005 fand ihre spektakuläre Hochzeit statt, die live aus der Basilika Santa Maria in Aracoeli in Rom übertragen wurde. Dann kamen ihre Kinder Cristian, Chanel und Isabel, und jahrelang war die Familie Totti-Blasi eine Selbstverständlichkeit. Urlaube, Events, Fotos, eine (scheinbare) Immunität gegen den Druck der Öffentlichkeit.

Die Trennung

Doch dann kommt es zum Bruch. Erst die Gerüchte, dann die Dementis, neue Gerüchte und schließlich die Ankunft von Noemi Bocchi. Im Februar 2022 fand im Stadio Olimpico das Spiel Roma gegen Genua statt, und die Floristin, deren Name bereits in den Zeitungen stand, wurde auf derselben Tribüne wie der ehemalige Roma-Spieler mit der Nummer zehn gesichtet, nur zwei oder drei Reihen entfernt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Beziehung zu Totti bestätigt wurde. Von diesem Moment an begann eine zweite, weitaus weniger romantische Beziehung zwischen Totti und Ilary.

Die Schlacht

Die Trennung landet vor Gericht, und die Kinder, die Villa im EUR-Viertel, das Sportzentrum Longarina, ihre Sammlung an Designertaschen und -schuhen sowie seine berüchtigten Rolex-Uhren geraten ins Visier der Öffentlichkeit. Eine italienische Komödie, die Gerüchte befeuert, den Beteiligten Leid zufügt, sich aber nicht nur vor Gericht abspielt. Ilary sagt aus, und 2023, nach Monaten, in denen die Ehe unter die Lupe genommen wird, präsentiert sie ihre Version der Ereignisse in der Netflix-Dokumentation „Unica“. Im darauffolgenden Jahr festigt sie ihren Ruf mit der Autobiografie „Che stupida“, die bei Mondadori erscheint.

Das neue Leben

Und dann, mitten im Sturm, Ende 2022, der erste Blick auf Bastian. Ilary wartet in einer Flughafenlounge auf ihren Flug, als der deutsche Unternehmer, der keine Ahnung hat, mit wem er spricht, ein Gespräch beginnt. Eine Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf und gipfelt im Februar dieses Jahres in einem (gigantischen) Ring. Und hier sind wir wieder bei der Hochzeit, über die Journalist Gabriele Parpiglia ausführlich berichtet. Gefeiert wird in der Villa Cimbrone, einem historischen Anwesen in Ravello mit Blick auf die Amalfiküste. Unter den Gästen befinden sich viele Prominente, darunter Michelle Hunziker und Silvia Toffanin. Und nach der heimlichen Hochzeit gibt es keine Flitterwochen: Ilary wird bei „Big Brother VIP“ dabei sein. Auch für Noemi Bocchi öffnen sich die Türen zum Fernsehen (sie wird Kandidatin bei „Dancing with the Stars“), aber für Ilary ist die Sache entschieden. Die Hochzeit rückt näher, und wenn sie gelernt hat, dass es im Leben keine Märchen gibt, dann kann das Ende vielleicht zumindest dieses Mal anders sein.

© Riproduzione riservata