Golden Globes: „Hamnet“ gewinnt als bester Spielfilm (Drama). „Battle of the North“ geht zwar als Sieger hervor, doch Chalamet setzt sich gegen DiCaprio durch.
Das Rennen um die Oscars 2026 hat gerade erst begonnen, aber es sieht schon jetzt nach einem Duell zwischen den Filmen von Chloé Zhao und Paul Thomas Anderson aus.Timothée Chalamet bei den Golden Globes ausgezeichnet (EPA/CHRIS TORRES)
Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Rennen um die Oscars 2026 hat gerade erst begonnen, doch nach den Golden Globes in Beverly Hills, die live auf CBS übertragen wurden, zeichnet sich bereits ein Duell zwischen „A Battle After Another“ und „Hamnet“ ab: P.T. Andersons Film, der mit neun Nominierungen ins Finale kam, gewann vier Preise, darunter den Oscar für den besten Film in der Kategorie Komödie/Musical. Doch „Hamnet“, die bewegende Geschichte von William Shakespeares Frau Agnes, hat ihm ernsthafte Konkurrenz gemacht und sich in der Kategorie „Bester Film – Drama“ durchgesetzt.
Mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle als alternder Revolutionär, der gezwungen ist, in den militanten Kampf zurückzukehren, um seine Tochter vor einem mächtigen und korrupten Feind zu retten, wurde „A Battle After Another“ bei der Gala auch mit Preisen für Regisseur und Drehbuchautor sowie für Teyana Taylor als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Ryan Cooglers „Sinners“ gewann zwei Preise, darunter einen für die besten Einspielergebnisse. Im Fernsehbereich räumte die britische Serie „Adolescence“ vier Golden Globes ab, während Jean Smart für „Hacks“ und Noah Wyle für „The Pitts“ (ebenfalls als bestes Drama ausgezeichnet) jeweils eine Statuette erhielten.
Die Mitglieder der Academy beginnen heute mit der Abstimmung über die Oscars; die Nominierungen werden am 22. Januar bekannt gegeben.
Sinners, der allein in den USA 278 Millionen Dollar einspielte und von Ostern bis Juli in den Kinos lief, galt im Vorfeld der Veranstaltung als Favorit in der Kategorie „Bestes Drama“. Die internationale Zusammensetzung der Golden-Globe-Jury könnte jedoch die Chancen von Zhaos Film beeinflusst und auch dazu geführt haben, dass Wagner Moura, der Star aus „The Secret Agent“, als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet wurde: Als erster Brasilianer, der in dieser Kategorie gewann, trat Moura in die Fußstapfen von Fernanda Torres, die im Vorjahr als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde.
„The Secret Agent“ gewann außerdem den Preis für den besten internationalen Film und setzte sich dabei gegen Favoriten wie „Sentimental Value“ und „A Simple Incident“ des iranischen Dissidenten Jafar Panahi durch. Neben Moura, der bereits 2016 für „Narcos“ nominiert war, gewannen auch andere Schauspieler ihre ersten Golden Globes: Timothée Chalamet für „Marty Supreme“, Jessie Buckley für „Hamnet“ und Rose Byrne für „If I Had Legs I'd Kick You“.
Chalamet war bereits viermal nominiert gewesen: „Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass diese Erinnerungen diesen Moment noch schöner machen“, sagte er auf der Bühne. Zum zweiten Mal in Folge hatte CBS Nikki Glaser die Live-Übertragung anvertraut: Neben den üblichen Schauspielern (Sean Penn wurde mit einer „sexy Ledertasche“ verglichen, DiCaprio wegen seiner sehr jungen Freundinnen verspottet) wurde ihr Monolog auch vom Streit zwischen Netflix und Paramount um die Übernahme von Warner Bros., dem Justizministerium wegen Zensur im Epstein-Fall („Golden Globe für den besten Schnitt“) und sogar von CBS selbst beeinflusst: „Der neue Ort für Trash-News.“ Auch auf dem roten Teppich spielte die Politik dezent eine Rolle: Jean Smart und Mark Ruffalo trugen im Rahmen einer Mobilisierungskampagne eine „Be Good“-Anstecknadel an ihren Abendkleidern als Hommage an Renee Good, die Frau, die in Minneapolis von einem ICE-Agenten getötet wurde.
(Unioneonline)
