Die Doppelmandate bestehen nun seit sechs Monaten, und einige gehen davon aus, dass sich die Situation bis zum Ende der Legislaturperiode nicht ändern wird. Gouverneurin Alessandra Todde übernahm Ende 2025 die kommissarische Verantwortung für das Gesundheitswesen, nachdem sie Armando Bartolazzis Mandat widerrufen hatte. In einer sehr kurzen Erklärung der Region vom 11. Dezember wurde die Position als kommissarisch „bis zur Ernennung eines neuen Ratsmitglieds“ bezeichnet.

Als wäre der Übergang unmittelbar bevorstehend und vor allem selbstverständlich. Doch seit jenem Tag fällt es der Präsidentin leicht, sich mit der Rolle der Frau im sardischen Gesundheitssystem zu identifizieren. „Wir müssen in der Politik konsequent sein, und ich glaube, den Sarden ist es ziemlich egal, wie lange mein Übergangsmandat gilt“, sagte sie stets. „Ihnen ist wichtiger, wie effektiv es ist, ob sich tatsächlich etwas ändert und ob die von uns umgesetzten Maßnahmen den Bedürfnissen der Region im Gesundheitswesen gerecht werden. Das Übergangsmandat wird zwar von einer Minderheit genutzt, aber nur geringfügig. Ich werde es so lange beibehalten, wie es nötig ist.“

Tatsächlich ist es nicht nur der Mitte-Rechts-Flügel, der einen hauptamtlichen Stadtrat fordert. Die Unzufriedenheit wächst in der Mehrheit. Die Demokratische Partei hat die Interimslösung stets als „Notmaßnahme, nicht als dauerhafte Lösung“ betrachtet. Todde hörte sich die Forderungen an, zog aber – laut vertrauten Quellen – einen Rücktritt nie ernsthaft in Betracht. Auch, weil er – so die weitverbreitete Meinung – nicht wüsste, wem er ein so heikles Mandat anvertrauen sollte.

Der vollständige Artikel ist am Kiosk, in der L'Unione Digital App und in der digitalen Ausgabe erhältlich.

© Riproduzione riservata