Wer ein Handy besitzt – heutzutage nennt man es Smartphone –, ist unweigerlich mit Reels, Videos, Memes und teils vulgären Bildern von Sal da Vinci und seiner Musik konfrontiert worden. Es ist unmöglich, dass es einem entgangen ist. Die Begeisterung in dieser Region Italiens, die den 56-jährigen Michael Sorrentino feiert und ihm zu Höhenflügen verhilft, ruft bei den Menschen vielfältige Reaktionen hervor.

Es spaltet die Gemüter, löst Diskussionen aus – von Entsetzen, Beleidigungen (oh, Cazzullo, was für ein Schlag!) und der Angst vor Ansteckung bis hin zur ausgelassenen Stimmung, der Choreografie und dem fröhlichen Singen eines Liedes, das, meine Güte, klingt, als wäre es 1890 geschrieben worden. Aber wen kümmert's? Gestern sagte er: „Ich mag es, wenn die Leute lächeln“, und vielleicht hat er mit dieser Volksweisheit die Sache nun hinter sich gelassen.

In ein paar Wochen ist das alles vorbei, aber zu sehen, wie Pflegeheime wieder aufblühen und Gemeinden den mystischen Aspekt des Textes erfassen, ist ein Wunder. Heidnisch, aber dennoch ein Wunder, lieber Sal.

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