Fantastischer Negrito in Cagliari: „Beim Blues geht es um emotionale Ehrlichkeit.“
Die Italien-Tour startet im Lazzaretto, präsentiert von Vibes in Black.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Fantastic Negrito, alias Xavier Amin Dphrepaulezz, dreifacher Grammy-Gewinner, kommt nach Cagliari. Am 3. Juli, dem ersten Stopp seiner US-Tournee, wird er im Lazzaretto die Bühne mit seiner energiegeladenen Mischung aus Blues, Funk, Rock und der ausdrucksstarken Dynamik des modernen Hip-Hop rocken.
„Ich bin mit allen möglichen Musikrichtungen aufgewachsen, aber vor allem umgeben von menschlichen Kämpfen, Festen, Überlebenskampf und Geschichten“, sagt er. „Für mich ging es in der Musik nie um Geschlechterrollen. Der Blues ist die Wurzel, aber all die anderen Stile sind Zweige desselben Baumes. Hip-Hop, Rock ’n’ Roll, Funk, Country. Sie alle entspringen dem Versuch von Menschen, etwas Authentisches auszudrücken. Ich denke, mein Beitrag ist meine Lebenserfahrung mit einer Punk-Ästhetik.“
Der vielseitige amerikanische Künstler ist Ehrengast bei „Vibes in Black“, einer ganztägigen Veranstaltung von Vox Day unter der künstlerischen Leitung von Davide Catinari. Im Mittelpunkt stehen afroamerikanische Kultur durch Musik, Begegnungen und Performances, Live-Malerei, narrative Einblicke in die Street Art und Fotoausstellungen zur urbanen Kunst von den 1960er-Jahren bis heute. „Der Blues hat mich gelehrt, dass die Wahrheit in der Unvollkommenheit liegt. Im Blues geht es nicht um technische Perfektion“, betont er, „sondern um emotionale Ehrlichkeit. Es ist eine Lebensreise, und ich lerne immer noch dazu.“ Er fügt hinzu: „Man sollte es nicht in eine Schublade stecken. Für Künstler gilt: Was auch immer man tut, es ist besser, wenn man es fühlt. Wenn es authentisch ist, kann man eine Verbindung herstellen. Es ist egal, wie man es nennt.“ Er konzentriert sich auf die Künstler, die seinen musikalischen Werdegang am meisten beeinflusst haben.
Die ganz Großen. Von Robert Johnson bis zu den Meistern des englischen Rocks, von Sly Stone bis Radiohead, von Prince bis Kendrick Lamar. Ich liebe die Großen. Menschen, die etwas gewagt haben. Menschen, die die Welt ein bisschen unbequem gemacht haben.
Was die italienische Musikszene angeht: „Ich bin ein riesiger Fan von Bob Angelini, der gesamten Propaganda Live Studioband und Il Muro del Canto.“ Für ihn ist Sardinien eine Rückkehr. „Ich hatte schon ein paar Mal die Gelegenheit, hierher zu kommen; es ist ein wundervoller Ort mit interessanten, energiegeladenen Menschen und einer außergewöhnlichen Küche.“ In Cagliari herrscht große Vorfreude auf sein Konzert. „Ich werde das Konzert wahrscheinlich mit ‚A Boy Named Andrew‘ eröffnen, einem Song von meinem Album Please Don’t Be Dead. Es ist ein Lied, das mich an einen sehr farbenfrohen, energiegeladenen und leicht mystischen Ort versetzt. Etwas sehr Fernes und doch so Vertrautes. Es ist eine Melodie, die so alt wie die Zeit selbst zu sein scheint.“
(Unioneonline)
