Leichter als Zuckerwatte: Die beiden Gasriesen, die um den sonnenähnlichen Stern TOI-791 in über 1110 Lichtjahren Entfernung von der Erde kreisen, sind die ersten, die einen sonnenähnlichen Stern umkreisen. Diese beiden „Geschwister“, die vermutlich aus derselben Gas- und Staubscheibe entstanden sind, die einst ihren Stern umgab, sind so groß wie Jupiter oder sogar größer , aber 28- bzw. 35-mal weniger dicht. Die Entdeckung, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“, gelang einem internationalen Team unter der Leitung der Universität Oxford. Zu den Forschern gehörten auch italienische Wissenschaftler der Sternwarte Campo Catino (Provinz Frosinone), der Universitäten Sapienza und Tor Vergata in Rom, des Nationalen Instituts für Kernphysik in Rom und des Nationalen Instituts für Astrophysik in Cagliari.

Die beiden Planeten TOI-791 b und TOI-791 c wurden dank 1122 Beobachtungstagen über sieben Jahre hinweg durch das TESS-Weltraumteleskop der NASA entdeckt. Nur vier weitere Systeme mit ähnlich leichten Planeten sind derzeit bekannt, was TOI-791 zu einem außergewöhnlich seltenen Labor für die Erforschung der Entstehung und Entwicklung dieser einzigartigen Himmelskörper macht. „Nur wenige dieser Planeten sind bekannt“, sagt Georgina Dransfield, die die Forschergruppe leitete, „und es ist noch seltener, zwei im selben System zu finden. Ihre extrem geringe Dichte macht sie zu faszinierenden Forschungsobjekten.“

Die beiden Gasriesen sind durch eine seltene Gravitationsbeziehung aneinander gebunden: Für je fünf Umläufe des inneren Planeten absolviert der andere fast genau drei. Diese besondere Konstellation bewirkt, dass sich die beiden Planeten während ihres Umlaufs um den Stern abwechselnd anziehen und so die Zeitpunkte ihrer Transits beeinflussen. Genau diese geringfügigen Abweichungen nutzten die Autoren der Studie, um die Massen der Planeten zu berechnen und damit ihre extrem leichte Struktur zu bestätigen.

(Unioneonline)

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