Elissa, Isebel und die anderen Phönixfrauen: „Musikerinnen und hochrangig in der priesterlichen Hierarchie.“
Eine vollständige Dimension, die die Produktionsentwicklungskette (Keramik) sowie führende Rollen umfasst.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Studien aus der Zeit vor über einem halben Jahrhundert wiesen Frauen spezifische Rollen im häuslichen Umfeld zu: Kinderbetreuung und Kochen. Fast alles davon beschränkte sich auf den familiären Bereich. Neuere archäologische Forschungen, die die Rollen innerhalb der phönizisch-punischen Gesellschaft analysieren, zeigen jedoch eine deutliche Erweiterung des Frauenbildes. Es umfasst nun eine umfassende Dimension, die die gesamte Wertschöpfungskette (Keramikherstellung), priesterliche Aufgaben und sogar Führungsrollen einschließt.
Diese außergewöhnliche und beispiellose Erkenntnis ergab sich aus dem Vortrag der spanischen Archäologin Rosana Pla Orquin, der dank Simuc im Archäologischen Museum von Carbonia stattfand.
„Die Hauptquellen sind die Nekropolen“, erklärte der Archäologe, „die wertvolle Informationen über Lebensstil, Ernährung und Mobilität geliefert haben.“ Man denke nur an die 360 Gräber in Monte Sirai in Carbonia mit ihren beeindruckenden Grabbeigaben. Besonders auffällig ist beispielsweise das Verhältnis der Frauen zum Weinkonsum, der nicht verboten war, und zur Entwöhnung der Säuglinge, die mit zwei Jahren erfolgte, wobei die Mütter neben dem Stillen Getreide und Fleisch fütterten.
In Sant'Antioco wurden die Überreste einer Priesterin gefunden, und einige Inschriften beziehen sich auf die Shardana-Frau : „Sie hatten Rollen in der priesterlichen Hierarchie, waren aber auch Musikerinnen, Tamburinspielerinnen und in nicht-getrennte Rituale eingebunden.“
Ihre Hautfarbe war dunkel oder olivfarben. Ihre Namen, zumindest jene, die in der Geschichtsschreibung große Bekanntheit erlangt haben, sind beispielsweise Elissa und Isebel. Was die angebliche heilige Prostitution betrifft, so ist sich die Wissenschaft heute sicher: Diese Frage stellt sich nicht.
