Eine Mini-Rundreise durch Nordsardinien für Sigfrido Ranucci
- Der Journalist wird in Stintino, Villanova Monteleone, Alghero und Cossoine seinPer restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Vier Abende an vier verschiedenen Orten in Nordsardinien stehen ganz im Zeichen des investigativen Journalismus. Sigfrido Ranucci präsentiert sein Buch „ Il ritorno della casta “ in vier mit Spannung erwarteten Veranstaltungen: Montag, 27. Juli, in Stintino – Largo Cala d'Oliva – in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung (21 Uhr) für Llibres Llibres mit der Journalistin Daniela Scan; Dienstag, 28. Juli, in Villanova Monteleone auf der Piazza Remundu Piras in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung (21 Uhr) für Llibres Llibres mit dem Anwalt Elias Vacca; Mittwoch, 29. Juli, in Alghero im Garten der Villa Mosca (21 Uhr) für Dall'Altra Parte del Mare, erneut mit Elias Vacca; Donnerstag, 30. Juli, im städtischen Amphitheater an der Via Enrico Berlinguer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Cossoine (21 Uhr) für Llibres Llibres mit dem Journalisten Giovanni Dessole.
Ein dunkler Faden zieht sich durch 50 Jahre italienischer Geschichte. Ein Faden, der die Zufluchtsorte der P2 mit den Machtzentren der Gegenwart verbindet, durch die Notstandsdekrete der Berlusconi-Regierungen und die zaghaften Kapitulationen der Linken. Es ist der Faden der Restauration der Elite. In diesem Buch öffnet der renommierte italienische Investigativjournalist die Büchse der Pandora der Verfassungsreform der Justiz. Es ist keine Reform: Es ist eine Kapitulation. Es ist die Abrechnung zwischen Elite und Justiz. Es ist der Höhepunkt eines subversiven Plans, der nach dem Tangentopoli-Skandal im Morgengrauen der Zweiten Republik im Untergrund entstand und heute in Italien immer bedrohlichere Formen annimmt, aber auch als Teil des beunruhigenden Plans einer neuen Weltordnung gesehen werden muss.
Durch eine Analyse, die scheinbar unzusammenhängende Ereignisse miteinander verknüpft, entlarvt Ranucci die Heuchelei und die Mängel des jüngsten Angriffs, der darauf abzielt, einen der drei Staatsgewalten zu untergraben. Jene Staatsgewalt, in deren Namen achtundzwanzig Richter im Dienst ihr Leben verloren, jene Staatsgewalt, die Licht in die dunkelsten Kapitel unserer republikanischen Geschichte brachte, jene Staatsgewalt, die jeder schnell wegen ihrer Langsamkeit kritisiert, deren tägliche Arbeit zur Wahrung von Recht und Wahrheit jedoch in Vergessenheit gerät – gerade in einer Zeit, in der diese Werte mehr denn je bedroht scheinen.
Abschließend fragt Ranucci wie immer: Wer bezahlt die Rechnung? Trotz der Propaganda, die schnellere Verfahren verspricht, zeichnet die Reform ein Bild der Realität: steigende Kosten, die Gefahr bürokratischer Lähmung und ein Justizsystem mit zwei Geschwindigkeiten – eine Autobahn der Garantien für die Elite der Wirtschaftselite, eine Sackgasse für die Schwächsten, uns, die einfachen Bürger. Denn die Unabhängigkeit der Richter ist kein Privileg derer, die die Toga tragen, sondern der Schutzschild, der verhindert, dass politische Macht Gesetze erlässt und sicherstellt, dass vor Gericht niemand „gleicher als andere“ ist.
