Sie sprachen nie von Raubüberfällen oder Zielen, geschweige denn von gepanzerten Fahrzeugen oder Goldladungen, die abtransportiert werden sollten. Stattdessen – zumindest laut der Hypothese der Anti-Mafia-Direktion des Bezirks – benutzten sie angeblich Ausdrücke wie „einen Job erledigen“ oder „die Kinder von der Kita abholen“. Mit diesem ungewöhnlichen und kryptischen Vokabular, so die Ermittler, versuchte die mutmaßliche Räuberbande, einen gepanzerten Transporter mit 30 Kilogramm Goldbarren der Gießerei Portovesme srl in San Gavino Monreale zu überfallen, der nach Arezzo unterwegs war. Der Überfall war seit dem 7. Mai geplant und konnte erst durch die Polizeirazzia, die zu den Festnahmen führte, vereitelt werden.

Die Vorsichtsmaßnahme

Die Verwendung einer kryptischen, fast verschlüsselten Sprache ist das, was aus den 105 Seiten des von Richterin Elisabetta Patrito unterzeichneten Haftbefehls hervorgeht, der Giancarlo Bassu (51 Jahre alt, aus Pabillonis), Gian Michele Cadau (56, aus Fonni), Francesco Carta (50, aus Olbia), Stefano Falconi (41, aus Fonni), Luca Montanari (54, aus San Gavino Monreale) und den Mitbürger Luigi Antonio Mulvoni (37), Neffe von Roberto Mario Mulvoni aus Desulese (62), und dann Adriano Nono Poddie (51, aus Fonni), Salvatore Domenico Stochino (42, aus Arzana), Riccardo Sulis (27, aus Villanova Tulo) ins Gefängnis brachte.

Raffaele Loddo (32, aus Fonni), dessen Aufenthaltsort noch nicht festgenommen wurde, erhielt ebenfalls einen Haftbefehl. Weitere Personen, deren Aufenthaltsort derzeit von der Staatsanwaltschaft ermittelt wird, wurden im Rahmen der Polizeiaktion mit dem Codenamen „Goldener Maulwurf“ ebenfalls festgenommen.

Die von Direktor Davide Carboni koordinierten Ermittlungen der Flying Squad lassen vermuten, dass auch der Maulwurf in der Goldgießerei identifiziert wurde: Luca Montanari, der seinen mutmaßlichen Komplizen Informationen geliefert haben soll, die für die Organisation des Raubüberfalls von entscheidender Bedeutung waren.

Der vollständige Artikel ist im Zeitschriftenhandel und in der L'Unione Sarda App verfügbar.

© Riproduzione riservata