Die Krise traf vor dem siebten Jahr. Nach sechs Spielzeiten verlässt Dinamo Women die A1 Women's League. Sie werden nicht an der nächsten Meisterschaft teilnehmen, obwohl sie sich in den Playoffs gegen Brixia Brescia den Klassenerhalt sichern konnten.

Dies ist nicht der erste Verein, der Konkurs anmelden musste; Virtus Bologna, Ragusa und Roma haben dies bereits getan, und die Liga dümpelt seit zwei Saisons vor sich hin – ein Beweis für die schlechte finanzielle Lage und mangelnde Sichtbarkeit. Auch die Führungsriege des Frauenbasketballs muss sich einige Fragen stellen.

Leider haben die sechs Meisterschaften von Dinamo Sarden Women die Entwicklung des sardischen Frauenbasketballs nicht vorangebracht: Sie waren wie eine prächtige Kathedrale in der Wüste. Trotz des attraktiven Spiels, der beeindruckenden Erfolge in Europa und der vielen talentierten ausländischen Spielerinnen blieb die lokale Gemeinschaft unberührt. In den Provinzen steckt der Frauenbasketball im Jugendbereich weiterhin in einer Krise. Bemerkenswert ist auch, dass Dinamo Sarden Women in diesen sechs Jahren keine einzige sardische Spielerin in den Kader aufgenommen hat. Stattdessen wurden stets italienische Spielerinnen von außerhalb der Insel rekrutiert, um in Spielen zum Einsatz zu kommen, und einige, wie beispielsweise Toffolo und Egwoh, schafften es sogar in die Nationalmannschaft.

© Riproduzione riservata