25 Jahre Bühnentätigkeit, internationale Tourneen, elf Alben und eine Geschichte, die 2001 in Pavia unter der Schirmherrschaft des großen Cellisten Mstislav Rostropovich begann: Die Solisti di Pavia kommen für ein Doppelkonzert zum Solki-Musikfestival in Sant’Antioco nach Sardinien. Dort geben sie am Samstag, den 29. August, und Montag, den 31. August, jeweils um 20:30 Uhr im Ratssaal des Rathauses zwei Konzerte.

Das 2001 gegründete und seit 2025 von dem Geiger und Dirigenten Daniele Giorgi geleitete Ensemble aus Pavia, das auch als künstlerischer und musikalischer Leiter fungiert, hat in den vergangenen 25 Jahren ein umfangreiches Konzertprogramm in Italien und im Ausland absolviert und Tourneen durch Europa und Südamerika unternommen. 2004 trat es während der italienischen EU-Ratspräsidentschaft in Algier auf und war 2025 Gast im italienischen Pavillon auf der Expo Osaka. Die Solisti di Pavia haben zudem elf CDs bei Velut Luna und Decca veröffentlicht.

„Wir nehmen mit Begeisterung am Solki Music Festival teil, das die Vision des künstlerischen Leiters Matteo Cabras teilt, die darauf abzielt, die Musikkultur in der Region zu stärken“, betont Daniele Giorgi.

Der erste Termin, am Samstag, den 29. August, trägt den Titel „Licht und Schatten“ und vergleicht zwei Werke, die zu gegensätzlichen Zeitpunkten im Leben ihrer Komponisten entstanden sind: das Streichquartett in G-Dur KV 80 von Wolfgang Amadeus Mozart, bekannt als das Lodi-Quartett, und das Streichquartett Nr. 14 in d-Moll D 810 „Der Tod und das Mädchen“ von Franz Schubert.

„Das Konzert am Samstag“, erklärt Giorgi, „ist bemerkenswert wegen der Gegenüberstellung zweier kontrastierender Werke: Werke zweier Genies in entgegengesetzten Phasen ihres Lebens. Ein vierzehnjähriger Mozart, der voller Erwartungen die internationale Bühne betritt, und ein Schubert in den letzten Zügen seines kurzen Lebens, an einem Punkt seines musikalischen Schaffens, an dem sich unter jeder Note ein verstörender Abgrund der Schönheit auftut.“

Der Star des Abends wird das Quartett sein, bestehend aus Daniele Giorgi und Damiano Barreto (Violine), Giulia Panchieri (Viola) und Fabio Fausone (Cello).

Die zweite Veranstaltung am Montag, dem 31. August, trägt den Titel „Innere Stimmen“ und ist ganz Robert Schumann gewidmet. Auf dem Programm stehen die Humoreske op. 20 und das Quintett für Klavier und Streicher in Es-Dur op. 44. Für das Quintett wird das Solisti di Pavia Quartett von der Pianistin Nino Gvetadze unterstützt.

„Wir werden mit Nino Gvetadze das Werk spielen, das als Begründer der Klavierquintettform gelten kann: Robert Schumanns Opus 44“, fährt Giorgi fort. „Es ist ein Stück voller enthusiastischer Ausbrüche und Selbstreflexion, das Schumanns Dualismus, verkörpert durch seine beiden berühmten Romanfiguren, wunderbar widerspiegelt: Florestan, der die leidenschaftliche und impulsive Seite des Komponisten repräsentiert, und Eusebius, seine verträumte und nachdenkliche Seite.“

(Unioneonline)

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