Die erste sardische Opernsängerin an der Mailänder Scala? Limbania Leoni
Lehrer und Schüler des Azuni-Gymnasiums in Sassari haben den Werdegang des Künstlers aus Carloforte in einem Buch rekonstruiert.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
1958 trat sie als erste sardische Opernsängerin an der Mailänder Scala auf . 1964 dirigierte sie von Karl von Karajan in „La Traviata“, wo sie die Annina verkörperte. Sie stand mit der legendären Maria Callas in „Madama Butterfly“ auf der Bühne. Die Geschichte von Limbania Leoni, einer Künstlerin aus Carloforte, ist außergewöhnlich und doch wenig bekannt. Sie wurde von Lehrern und Schülern des Azuni-Gymnasiums in Sassari akribisch rekonstruiert und in dem Buch „ Limbania Leoni – Von Carloforte zur Scala “ veröffentlicht, das am Donnerstag um 18 Uhr im Konferenzraum der Fondazione di Sardegna in Sassari vorgestellt wird.
Das Werk wurde von den Autoren Fabio Madau und Salvatore Sanna, Lehrer für Musikgeschichte bzw. Mathematik und Physik am Liceo Musicale Azuni, in Zusammenarbeit mit den Schülern der Klasse 5^L des Schuljahres 2024-2025 herausgegeben.
Der Band wurde von Angelica Editore mit Unterstützung der Fondazione di Sardegna und der Gemeinde Sassari herausgegeben. Auf über zweihundert Seiten, reich bebildert mit Fotos und Dokumenten, erzählt er die außergewöhnliche persönliche und künstlerische Geschichte der Sopranistin Limbania Leoni, geboren 1927 in Carloforte und verstorben 2021 in Castelfidardo in der Region Marken.
Zu den weiteren Höhepunkten ihrer bemerkenswerten Karriere zählt ihre Darstellung der Musetta in der Oper „La Bohème“, in der sie mit Größen wie Luciano Pavarotti, Mario Del Monaco und Mirella Freni zusammenarbeitete. Limbania Leoni zog sich 1969 nach ihrer letzten Vorstellung als Musetta an der Mailänder Scala, meisterhaft inszeniert von Franco Zeffirelli, von der Bühne zurück.
Die Forschungsarbeiten erhielten wertvolle Unterstützung vom ehemaligen Intendanten Carlo Fontana, einem Freund von Limbania Leoni, sowie von den Verantwortlichen des historischen Archivs des Theaters. Kontakte zum Teatro Bellini in Catania, zum Teatro Regio in Parma und anderen Spielstätten, an denen die Sängerin in den 1950er- und 1960er-Jahren auf dem Höhepunkt ihres künstlerischen Erfolgs auftrat, waren ebenfalls unerlässlich für die Rekonstruktion der Stationen von Leonis glanzvoller Karriere.
Die Mitarbeit der Familie der Sopranistin bei der Bereitstellung unveröffentlichter Dokumente über ihr Leben erwies sich ebenfalls als unschätzbar wertvoll. Professor Sanna, einer der beiden Autoren des Buches und Großneffe von Limbania Leoni, unterstützte sie dabei.
