„Manca la mano manca“ kommt nach Oristano, der Stadt, in der die Idee zum Roman entstand. Hier, in dieser Stadt, die noch immer den Geist des Giudicato d’Arborea in sich trägt, findet am Donnerstag, dem 9. April, um 18:00 Uhr im Kulturzentrum die Präsentation des Buches statt, das 2025 bei Sandhi Edizioni erscheint und von Marcello Atzeni und Antonio Masala , beide Mitglieder der Union, verfasst wurde. Patrizia Mocci wird sich mit den Autoren unterhalten.

Im Zentrum des kurzen Romans – oder, wenn Sie so wollen, der langen Geschichte, wie die Autoren ihn selbst nennen – steht der einzigartige Richter Giò Maria Carboni. Er und seine Kollegen wenden nicht die Gesetze des italienischen Staates an. Sie sehen sich als Nachfahren von Eleonora d’Arborea und glauben daher, dass es gerechter sei, wenn Verurteilte ihre Strafen gemäß der Carta de Logu, dem Gesetzbuch aus dem späten 14. Jahrhundert, verbüßen. Kurz gesagt, Carboni und seine Kollegen üben ihren Beruf aus, als lebten sie im Giudicato d’Arborea. Ein bewusster, provokanter Anachronismus, der zum erzählerischen Motor der Geschichte wird.

Die Zusammenarbeit zwischen Atzeni und Masala ist die zweier Profis, die ihr Handwerk mit Worten meisterhaft beherrschen. Marcello Atzeni, Autor bei Rai, Mitarbeiter der Unione Sarda und Kulturaktivist, lebt von Aphorismen, Kurzgeschichten und Erzählungen über Kino und Sport. „Manca la mano manca“ ist sein siebtes Buch. Antonio Masala blickt auf eine Doppelkarriere zurück: zunächst als Bankmanager, dann als freiberuflicher Journalist. Dies ist sein Debütroman.

Das Treffen findet im Kulturzentrum statt, einem zentralen Treffpunkt des kulturellen Lebens der Stadt. „Diese Präsentation passt auch zur Ausrichtung des Zentrums“, betont UNLA-Direktor Marcello Marras, „die darauf abzielt, Werke zu präsentieren, die von der Geschichte, Kultur und Gesellschaft unseres Landes inspiriert sind.“ Ein Roman, der die Vergangenheit, die Carta de Logu und das Giudicato nutzt, um etwas Universelles zu erzählen: das Gerechtigkeitsempfinden, das Verhältnis zu Regeln und die Identität eines Volkes. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

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