Stimmt es, dass der Regionalrat jährlich 8,7 Millionen Euro für 111 Beraterpositionen im Zusammenhang mit dem Präsidium und den Ministerien ausgibt, mit Verträgen im Wert von insgesamt 630.000 Euro über fünf Jahre? Einige Antworten finden sich bereits im Transparenzbereich der Website des Regionalrats, wo die Summen bestätigt werden. Die Mitte-Rechts-Partei, die „undurchsichtige Buchführung und Verschwendung öffentlicher Gelder“ vermutet, fordert jedoch Aufklärung von Präsidentin Alessandra Todde: Eine von der gesamten Fratelli d’Italia-Fraktion unterzeichnete Anfrage, an die Alessandro Sorgia als Erstunterzeichner gerichtet ist, richtet sich an sie.

Die Prämisse lautet: Die derzeitige Regierung „hätte die Ausgabenobergrenze für Beratungsleistungen aufgehoben, was zu einem exponentiellen Anstieg im Vergleich zur Vergangenheit geführt hätte.“ Und : „Insgesamt wären 98 Personen beteiligt gewesen und 111 Stellen wären vergeben worden, mit einem geschätzten Rekordwert von 8,7 Millionen Euro pro Jahr.“
Trotz der Wahlversprechen, die Kosten drastisch zu senken, wirft die FdI vor, dass „die Verwaltung von Treuhandpositionen durch besorgniserregende Intransparenz in der Buchhaltung und Verwaltung gekennzeichnet ist, zum Nachteil der gesamten Region.“

Auffällig ist nicht nur die Anzahl der Ernennungen, sondern auch deren Qualität. Melonians sprechen von „dunklen Stellen bei den Einstellungsverfahren“ und von „bis zu 24 Beraterernennungen im Regionalrat, die angeblich auf fragwürdigen Lebensläufen beruhen“. Laut FdI handelt es sich bei den Vertragsempfängern um „Personen, die sie im Wahlkampf unterstützt haben“ – gemeint ist Todde –, und diese Zahlen seien „alarmierend“.

Sorgia und seine Kollegen fragten den Präsidenten, „welche objektiven, bildungsbezogenen und beruflichen Kriterien für die Vergabe der genannten Fünfjahresverträge (im Wert von 630.000 € über fünf Jahre) herangezogen wurden und ob es zutreffe, dass diese Positionen Personen ohne entsprechende Erfahrung übertragen wurden.“ Sie fragten außerdem, „wie die gravierende Intransparenz der Buchhaltung, die diese Verträge kennzeichnet, behoben werden soll und ob es angebracht wäre, alle Dokumente, Lebensläufe und die Gründe für die offensichtlich unverhältnismäßigen Vergütungen unverzüglich öffentlich zugänglich zu machen.“

(Unioneonline/E.Fr.)

© Riproduzione riservata