Der Mindestlohnvorschlag der M5S scheitert im Regionalrat: zu viele Abwesenheiten in der Mehrheit.
Die Arbeit an dem Vorschlag der Fünf-Sterne-Bewegung wird nach dem Zusammenbruch des Komitees aufgrund fehlender Beschlussfähigkeit nur noch sporadisch fortgesetzt.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Die Sitzung des Regionalrats zieht sich heute in die Länge, wo der Vorzeigeentwurf der Fünf-Sterne-Bewegung zum sogenannten regionalen Mindestlohn diskutiert wird: Gesetzesentwurf 58 („Vorschriften für Qualität und Sicherheit am Arbeitsplatz zur Bekämpfung von Vertragsdumping“) scheiterte heute Nachmittag aufgrund fehlender Beschlussfähigkeit.
Der Nachmittagssitzung sollte eine Sitzung des zweiten Ausschusses vorausgehen, in der die von der Mitte-Rechts-Fraktion vorgeschlagenen Änderungsanträge zur Erreichung einer möglichst breiten Zustimmung zum Text geprüft werden sollten. Diese Sitzung wurde jedoch zweimal abgesagt. Die Sitzung des Parlaments wurde dann am späten Nachmittag aufgrund der Abwesenheit von Abgeordneten der mit der Fünf-Sterne-Bewegung (M5S), dem Initiator des Gesetzesentwurfs, verbündeten Mehrheitsparteien nur sporadisch fortgesetzt. Es gingen zahlreiche Anträge auf eine Sitzungsunterbrechung ein, darunter auch ein Antrag der Partei von Präsident Todde, die die Angelegenheit sofort beenden wollte.
Zu den Angriffen der Mitte-Rechts-Partei im Parlament vor der Pause gehörte auch der des Vorsitzenden der Fratelli d’Italia ( FdI): „Wir sind uns alle einig, dass die Löhne in Italien niedrig sind und dass es Unternehmen gibt, die Niedriglohnarbeit schaffen. Das Problem ist, wie man dagegen vorgeht, wie man Niedriglohnarbeit bekämpft, indem man ausschließlich in regionale Verträge eingreift, obwohl Niedriglohnverträge hauptsächlich in der Privatwirtschaft zu finden sind, die durch Tarifverhandlungen geregelt werden. Sie sind es, die diesem Gesetzesvorschlag einen demagogischen Beigeschmack verleihen, denn in diesen Zeilen steht nichts von Mindestlöhnen.“
Stadträtin Camilla Soru (Demokratische Partei) erklärt: „Der Vorschlag besagt, dass Sardinien alles unternimmt, um die Beschäftigungschancen junger Sarden zu schützen und zu vermeiden, dass Auftragsgewinner durch Lohnkostensenkungen belohnt und das Risiko auf die Arbeitnehmer abgewälzt wird. Mit diesem Gesetz wollen wir die Lohnkosten wieder in den Mittelpunkt rücken. Und da die Zentralregierung dies nicht tut, kann die Region zumindest bei Aufträgen, die sie direkt betreffen, einen Vorsprung erzielen.“
(Unioneonline)
