Im Jahr 2025 werden auf Sardinien fast 19.000 Häuser den Besitzer wechseln. Davon konzentrieren sich 8.000 auf die Provinz Cagliari und über 1.900 auf die Hauptstadt. Diese Zahlen stammen aus einer Momentaufnahme des Immobilienmarkt-Observatoriums der sardischen Steuerbehörde und wurden heute Morgen von der Fimaa Confcommercio Sud Sardegna (Italienischer Verband der Immobilienmakler und -agenten) vorgestellt.

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich jedoch das, was Marktteilnehmer als das Hauptproblem des Marktes bezeichnen: Es stehen immer weniger Wohnungen zur Verfügung. Die Nachfrage steigt stetig, angetrieben von Familien, jungen Paaren und Investoren, doch das Angebot kann kaum Schritt halten . Die Folge sind steigende Preise und immer kürzere Verkaufszeiten.

„Die Preise sind gestiegen, weil das aktuelle Problem die Angebotsknappheit ist“, erklärt Marco Mainas, Präsident von Fimaa Confcommercio Sud Sardegna. „Wenn die Nachfrage hoch bleibt und Immobilien knapp sind, steigen die Preise zwangsläufig.“

Den Markt treiben vor allem junge Paare auf der Suche nach ihrem ersten Eigenheim und Familien, die weitere Immobilien erwerben möchten . Besonders gefragt sind Drei- und Vierzimmerwohnungen, was unter anderem auf günstige Zinsen und grüne Hypotheken zurückzuführen ist. Auch die Zahl der ausländischen Käufer auf der Insel ist hoch: „Sie kommen aus aller Welt und kaufen nicht mehr nur in den Küstenregionen, sondern auch im Landesinneren.“

In der Hauptstadt liegt der Durchschnittspreis bei rund 1.900 € pro Quadratmeter, die Preise variieren jedoch je nach Stadtteil erheblich. Zu den teuersten Gegenden zählen nach wie vor Poetto, Monte Urpinu, Bonaria, Genneruxi und Quartiere del Sole, wo die Preise bis zu 4.000 € pro Quadratmeter erreichen.

Trotz des Immobilienmangels blicken Makler optimistisch in die kommenden Monate. Laut einer Umfrage von Fimaa erwarten über 61 % der Makler einen stabilen Markt in der zweiten Jahreshälfte 2026. Die Mietproblematik bleibt jedoch ungelöst, da das Wohnungsangebot die Nachfrage weiterhin nicht deckt.

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