Einunddreißig Gemeinden, 32 Veranstaltungen und ein doppeltes Jubiläum: Von September bis Dezember findet wieder „Autunno in Barbagia“ statt, die Veranstaltung, die Dörfer, Kulinarik, Wein und Kunsthandwerk präsentiert. In diesem Jahr feiert sie ihre 25. Ausgabe und 30 Jahre „Cortes Apertas“, das ursprüngliche Format, das die traditionellen Cortes der Barbagia-Dörfer für die Öffentlichkeit zugänglich macht.

Neu im Jahr 2026 sind an jeder Station Flächen für Live-Vorführungen traditioneller lokaler Handwerkskunst. „Es wird immer schwieriger, diese Vorführungen anzubieten, da es leider immer weniger Kunsthandwerker gibt“, erklärt Agostino Cicalò, Präsident der Handelskammer von Nuoro. Diese Initiative wird auch vom Einstein-Teleskop unterstützt: In jeder Gemeinde werden Experten vor Ort sein, um Besuchern das Projekt zu erläutern.

Das Format der Veranstaltung bleibt im Vergleich zu den Vorjahren unverändert, ebenso die Besucherzahlen. „Wir zählen jedes Jahr zwischen 450.000 und 500.000 Besucher. Es ist die größte regionale Unterhaltungsveranstaltung Italiens“, betont Cicalò. Rund 2.500 Unternehmen sind an der Veranstaltung beteiligt, die einen geschätzten Umsatz von 11 bis 12 Millionen Euro generiert. Diese Einnahmen, so der Präsident der Handelskammer, „wirken sich direkt auf die am Projekt ‚Autunno in Barbagia‘ beteiligten Unternehmen aus.“

Zur Unterstützung dieser Initiative hat die Region Sardinien den drei Handelskammern 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, den Tourismus im Landesinneren zu fördern und die saisonalen Schwankungen im Tourismus auszugleichen. „Der Herbst in der Barbagia ist eine Veranstaltung, die uns ermöglicht, den Tourismus im Landesinneren zu stärken“, so der regionale Tourismusdezernent Franco Cuccureddu. „Wir investieren kräftig und erzielen besonders erfreuliche Ergebnisse: In der Nebensaison verzeichnen wir einen Anstieg der Besucherzahlen um 40 % im Vergleich zu 2023, im Winter liegt das Wachstum bei 32 %. Dank solcher Angebote können wir das Ziel der Entlastung des Tourismus, das in ganz Italien Priorität hat, konkret verfolgen.“

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