„Der fortschreitende Rückgang des Zeitungsvertriebsnetzes ist nicht nur ein wirtschaftliches oder kommerzielles Problem. Es handelt sich um eine Angelegenheit von öffentlichem Interesse, die Informationspluralismus, territorialen Zusammenhalt und die Qualität unserer Demokratie betrifft. Wir appellieren an die Regionen, die Unterstützung des Zeitungskiosknetzes als strategische Investition zu betrachten, um allen Bürgerinnen und Bürgern das Recht auf professionelle, geprüfte und vielfältige Informationen zu gewährleisten.“ Mit dieser Botschaft äußerte sich Andrea Riffeser Monti, Präsident des italienischen Zeitungsverlegerverbandes (FIEG), heute in einer Anhörung vor dem Wirtschaftsausschuss der Konferenz der Regionen und Autonomen Provinzen, an der auch Vertreter der Zeitungskioskverbände teilnahmen.

Während der Anhörung skizzierte Fieg ein Maßnahmenpaket, das darauf abzielt, der fortschreitenden Verarmung des Verkaufsnetzes entgegenzuwirken, insbesondere in den Randgebieten der Städte, in Kleinstädten und im Landesinneren, in Bergregionen und Randgebieten, wo Zeitungskioske oft eine der letzten verbliebenen Stätten von Dienstleistung und Bürgersinn darstellen.

Zu den genannten Prioritäten gehören die Vereinfachung der Regeln für den Verkauf von Druckerzeugnissen, die Einbeziehung lokaler Unternehmen, die Einrichtung dauerhafter regionaler Finanzhilfeprogramme für Verkaufsstellen, die Anerkennung des Vertriebs und Verkaufs von Druckerzeugnissen als Aktivitäten von allgemeinem Interesse sowie gezielte Maßnahmen für die am stärksten gefährdeten Gebiete.

„Der Schutz des Pluralismus“, betonte Riffeser, „bedeutet nicht nur die Produktion redaktioneller Inhalte, sondern auch die Fähigkeit, alle Bürgerinnen und Bürger effektiv zu erreichen. In diesem Bereich fordern wir die Regionen auf, eine führende Rolle zu übernehmen und staatliche Interventionen durch Strukturpolitiken zur Unterstützung des Netzes von Zeitungskiosken und Pressevertriebsunternehmen zu ergänzen.“

(Unioneonline)

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