Der Bischof der Diözese Alghero-Bosa, Monsignore Mauro Maria Morfino, nahm am Freitag, dem 12. Juni, an der öffentlichen Versammlung im Viertel teil, die den Feierlichkeiten zum Gaudí-Jahr 2026 gewidmet war. Dieses wurde von der Generalitat de Catalunya zum 100. Todestag des katalanischen Architekten ausgerufen. Unter dem Motto „Antoni Gaudí, la Sagrada Família i l'Alguer“ (Antoni Gaudí, die Sagrada Família in Alghero) beteiligt sich die Stadt Alghero, vertreten durch ihr Amt für Sprachpolitik, an den internationalen Gedenkfeiern zu Ehren Antoni Gaudís und möchte die besondere Verbindung zwischen der sardischen Stadt Alghero und der Basilika Sagrada Família in Barcelona hervorheben.

Die Veranstaltung, an der auch der Bürgermeister von Alghero, Raimondo Cacciotto, teilnahm, beinhaltete eine Rede von Gustau Navarro Barba, Leiter des Büros der Delegation der katalanischen Regierung in Alghero. Als Höhepunkt wird die Vorführung des Kurzfilms „Sagrada Família. Die Bibel in Stein“ von Jordi Roigé stattfinden, der ebenfalls anwesend sein wird. Der von Animaset für die Sagrada Família produzierte Film bietet eine visuelle und spirituelle Interpretation von Gaudís Tempel als wahrer „Bibel in Stein“ durch Licht, Natur, Architektur und die biblische Erzählung.

Laut Informationsblatt der ICAA handelt es sich um einen zehnminütigen Dokumentarfilm von Jordi Roigé aus dem Jahr 2019. Der Film wurde bereits in der Vatikanischen Filmbibliothek vor Vertretern der Kirche, von Institutionen und der Medien gezeigt. Er reiste auch nach Italien, wo er für die 22. Ausgabe des Festivals „Religion Today“ in Trient ausgewählt und am 21. Mai 2026 an der Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz in Rom im Rahmen der Veranstaltung „Kunst, Glaube und Schönheit im Werk Gaudís“ gezeigt wurde. Diese Veranstaltung wurde von der Delegation der katalanischen Regierung in Italien anlässlich des Gaudí-Jahres organisiert.

Der Tag umfasste auch einen Vortrag des sardischen Architekten Angelo Ziranu, der fünf Jahre an der Sagrada Família mitgearbeitet hatte und Einblicke in den Bauprozess sowie die symbolische und künstlerische Gestaltung des Tempels bot . Die Verbindung zu Alghero zeigt sich auch in einem der Buntglasfenster im Mittelschiff der Sühnekirche, das dem Heiligtum Unserer Lieben Frau von Valverde gewidmet ist. Dadurch ist Alghero eine der wenigen Städte, die in Gaudís großem Werk symbolisch präsent sind. Dieser Aspekt wurde vom ehemaligen Bürgermeister von Alghero, Carlo Sechi, hervorgehoben, der an Don Antoni Nughes, den Initiator der Installation, erinnerte. Dieser Kontext ermöglicht es, Algheros Präsenz im Mittelschiff der Sagrada Família durch das Valverde gewidmete Fenster zu verstehen.

© Riproduzione riservata