Zehn Jahre voller Begegnungen, Bücher, Ideen und Gespräche haben Guasila zu einem Zentrum für Kulturförderung im Herzen Sardiniens gemacht. Das Festival dell'Altrove erreicht einen bedeutenden Meilenstein und feiert seine zehnte Ausgabe mit einer Vorveranstaltung auf den Plätzen der Stadt, deren Hauptevent im September stattfindet . Das Festival, das dem Andenken an den Anthropologen und Schriftsteller Giulio Angioni aus Guasila gewidmet ist, bekräftigt seine Mission: Literatur, gesellschaftliches Engagement und die Wertschätzung lokaler Identitäten miteinander zu verbinden. Im Laufe der Jahre hat dieses Projekt erfolgreich eine Brücke zwischen dem kulturellen Erbe Sardiniens und den drängenden Fragen der Gegenwart geschlagen und Autoren, Journalisten, Wissenschaftler und Leser gleichermaßen erreicht.

Es beginnt morgen, Mittwoch, den 3. Juni, mit „A su scurigadroxiu in bixinau“, einer Initiative, die die ursprüngliche Bedeutung von Nachbarschaftstreffen wieder aufleben lässt, als die Abenddämmerung noch Gelegenheit für Begegnungen und Austausch bot. „Das Festival hat erfolgreich Brücken zwischen Kulturen, Generationen und unterschiedlichen Empfindungen geschlagen und das soziale und kulturelle Gefüge der Region bereichert“, betont Bürgermeisterin Paola Casula. Im kulturellen Bereich umfasst das Programm drei Veranstaltungen von nationaler Bedeutung. Die Journalistin Marianna Aprile eröffnet das Festival morgen um 19:30 Uhr im Andrea-Melas-Park mit ihrem Vortrag „Das Versprechen“, einer Reflexion über den langen Weg der Frauenrechte in Italien, vom allgemeinen Wahlrecht bis zu den aktuellen Herausforderungen.

Das Festival wird am 10. Juli mit Davide Piras’ Roman „Femmenella“ fortgesetzt, der im sardischen Sardinien der Faschistenzeit spielt und bereits für seine Fähigkeit, die Erzähltradition der Insel zu erneuern, gefeiert wurde. Den Abschluss bildet am 14. Juli Giorgio Zanchinis „Lockerbie“, ein Buch, das persönliche Erinnerungen mit der Geschichte des Anschlags von 1988 verwebt, der die schottische Stadt Lockerbie verwüstete. Die drei Veranstaltungen werden durch Lesungen der Schauspielerin Marta Proietti Orzella verbunden, die dem Werk von Giulio Angioni gewidmet sind. Diese Hommage unterstreicht die zentrale Bedeutung des Schriftstellers und Anthropologen, dessen Werk das Festival weiterhin inspiriert.

© Riproduzione riservata