Das Baugewerbe auf Sardinien erwirtschaftet einen Umsatz von 7,6 Milliarden Euro. Der Markt befindet sich jedoch in einem leichten Abwärtstrend.
Laut CNA-Bericht wird das Jahr 2025 mit einem Rückgang von 0,4 % abgeschlossen. Investitionen und Produktion gehen ebenfalls zurück.Nach Jahren des Wachstums verlangsamt sich die Bauwirtschaft Sardiniens. Das Jahr 2025 schloss mit einem Umsatz von 7,6 Milliarden Euro ab, ein leichter Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-0,4 %). Die Investitionen sanken um 2,8 % und die Produktion um 2 %, was das Ende des Wachstumszyklus des Sektors bestätigt. Dies geht aus dem heute Morgen von Cna Costruzioni, dem Nationalen Verband der Handwerker und kleinen und mittleren Unternehmen, vorgestellten Bericht zur Lage des Baugewerbes in Sardinien hervor. Der Bericht analysiert die Leistung des Sektors im Jahr 2025 und gibt einen Ausblick auf den Zweijahreszeitraum 2026–2027.
„2025 markiert das Ende des dreijährigen Aufschwungs“, sagt Francesco Porcu, Regionalsekretär des sardischen Landwirtschaftsverbands CNA. „Das Ergebnis ist das Produkt unterschiedlicher Entwicklungen: Einerseits halten sich die öffentlichen Bauvorhaben und die Infrastruktur intakt, andererseits beobachten wir einen Rückgang auf dem Wohnungsmarkt. Die Beschäftigung wächst zwar weiter, jedoch langsamer als in den Vorjahren.“
Dem Bericht zufolge wird der Sektor weiterhin durch öffentliche Investitionen gestützt, während die nachlassende Wirkung des Superbonus und anderer Steueranreize den Wohnungsbausektor stark belastet. Auf dem Arbeitsmarkt erreichte die Beschäftigung mit 48.000 den höchsten Stand der letzten Jahre, während der Kreditmarkt wieder wuchs und im Vergleich zu 2024 ein Plus von 35 % verzeichnete.
Die Prognose bleibt vorsichtig. „Für 2026 erwarten wir eine Stabilisierung des Marktes, während wir für 2027 mit einem Rückgang von rund 2 % sowohl beim Umsatz als auch bei den Investitionen rechnen“, fährt Porcu fort.
Für die CNA liegt die eigentliche Herausforderung jedoch in der Stärkung des regionalen Produktionssystems. „Trotz des Aufschwungs weisen sardische Unternehmen weiterhin dieselben Schwächen auf wie in der Vergangenheit. Es hat keinen wirklichen Prozess der strukturellen Konsolidierung gegeben, und die Politik sollte sich heute auf Maßnahmen konzentrieren, die Unternehmenswachstum, Aggregationsprozesse und die Entwicklung immer fortschrittlicherer Qualifikationen fördern.“
Zu den kritischen Problemen zählt der Mangel an qualifizierten Fachkräften. „Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist der Sektor nicht in der Lage, die notwendigen Arbeitskräfte zu finden, um das Wachstum aufrechtzuerhalten“, resümiert Porcu und betont die Notwendigkeit, den Sektor für junge Menschen attraktiver zu gestalten und mehr in Ausbildung zu investieren.
