Vom 6. bis 10. Juni 2026 präsentiert der Kulturraum der ehemaligen Casermette in der Via Mameli 48 in Olbia die Einzelausstellung „Seeking Empathy“ des Künstlers Corrado Faraone. Die Vernissage findet am Samstag, den 6. Juni, um 19:00 Uhr statt. An den darauffolgenden Tagen ist die Ausstellung jeweils von 19:00 bis 21:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Gezeigt werden vier großformatige Leinwände, auf denen Corrado Faraone Fragmente der Realität, Nachrichten und persönliche Wahrnehmungen in Gemälde übersetzt. Die Werke entspringen einem expressiven und reflektierenden Drang und nicht einem rein ästhetischen Streben. Ihr Ziel ist es, Bilder und Empfindungen einzufangen, die sonst verloren gehen könnten.

Das Projekt „Seeking Empathy“ basiert auf einer wahren Begebenheit: dem Selbstmord eines Unternehmers, über den Ende der 2000er-Jahre in der Presse berichtet wurde. Drei Worte – „Arbeit, Zuhause, Kirche“ – prägten den Künstler tief und bildeten den symbolischen und erzählerischen Kern des gesamten Bildzyklus. Diese Inspirationen führten zu Werken, die den Betrachter einladen, sich durch intensive und bedeutungsvolle Malerei mit tiefgründigen sozialen und emotionalen Themen auseinanderzusetzen. Die Ausstellung wird zudem eine interaktive Klangkomponente beinhalten: Besucher können über einen QR-Code auf Audioinhalte zugreifen, die das visuelle Erlebnis der Ausstellung begleiten und verstärken. Mit „Seeking Empathy“ präsentiert Corrado Faraone eine künstlerische Auseinandersetzung, die Erinnerung, Empathie und kollektive Reflexion miteinander verwebt und die Rolle des ehemaligen Casermette als Raum für zeitgenössische kulturelle Experimente bestätigt. Gut ein Jahr nach der Wiedereröffnung ist der Ort weiterhin ein zentraler Treffpunkt des kulturellen Lebens der Stadt. Das Gebäude, einst Hauptquartier des Army Station Command, wurde dank des von Lidia Sanna und Cristina Dessole geleiteten Restaurierungsprojekts wieder der Gemeinde übergeben.

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