Mourinhos Einfluss war spürbar, und bei der Auslosung in Monte Carlo verdoppelte er sich sogar: Mit seinem Real Madrid trifft der „Special One“ im Bernabéu auf Inter Mailand, mit dem er vor 16 Jahren das Triple gewann, und im Olimpico auf die Roma, wo er vor den Fans, mit denen er 2022 seinen letzten internationalen Titel, die Conference League, holte, wiedervereint wird. Die italienischen Meister treffen außerdem auf Liverpool und Borussia Dortmund, während die Giallorossi auswärts gegen Manchester United – im Old Trafford, das unliebsame Europapokalerinnerungen weckt – und den zweimaligen Titelverteidiger Paris Saint-Germain antreten.

Zwei Teams werden stattdessen das Giuseppe-Sinigaglia-Stadion in Como im Namen des Spitzenfußballs einweihen (vorausgesetzt, die UEFA erteilt ihre endgültige Zustimmung; die Alternative wäre das Mapei-Stadion in Reggio Emilia). Fabregas' Team darf zudem ein prestigeträchtiges Auswärtsspiel im Camp Nou des FC Barcelona bestreiten . Allegris Napoli sieht sich gleich zwei englischen Herausforderungen gegenüber: dem scheidenden Finalisten Arsenal im Maradona-Stadion und Manchester City im Etihad-Stadion. Auch der italienische Fußball-Schreck Bodø/Glimt wird dabei sein, vermeidet aber die Reise nach Norwegen.

Dies sind die Hauptgegner der italienischen Teams in der nationalen Ligaphase der Champions League 2026/27 . Der endgültige Spielplan wird erst am Samstag feststehen, bevor am Dienstag, dem 8. September, der Wettbewerb um den Champions-League-Pokal beginnt. Es herrscht noch etwas Unsicherheit bezüglich der Spielverteilung, die, wie die ersten beiden Saisons im Gruppenformat gezeigt haben, sowohl intern als auch in Bezug auf die Abstimmung mit den Ligen eine wichtige Rolle spielt. Die Vereine können aber bereits jetzt optimale Spielpläne erstellen.

Chivus Inter Mailand will sich wie im Vorjahr einen Platz unter den ersten Acht sichern, nachdem drei Niederlagen in Folge zwischen dem fünften und siebten Tabellenplatz das Aus bedeutet hatten. Unter anderem steht das Heimspiel gegen Liverpool im San Siro an, bei dem ein anderes Ergebnis nötig ist. Auch der Auswärtssieg in Dortmund dürfte wieder eine Rolle spielen. Das wichtigste Spiel findet im Bernabéu gegen Real Madrid statt (wo Inter vor 60 Jahren nur einmal, mit 2:0 in der Champions League, gewinnen konnte). Für die übrigen Spiele sind Siege zu Hause gegen Club Brügge, Stuttgart und Schachtar Donezk sowie auswärts gegen Feyenoord Rotterdam und Slovan Bratislava erforderlich.

Für Allegri ist das Mindestziel, dort Erfolg zu haben, wo Contes Napoli letztes Jahr – bedingt durch Personalwechsel und Verletzungen – scheiterte: mindestens die Play-offs zu erreichen. Arsenal und Manchester City (erneut im Etihad Stadium, wo sie im vergangenen September mit 2:0 gegen die Engländer gewannen) stellen eine schwere Herausforderung dar, und Fariolis Porto wird gegen eine italienische Mannschaft eine gute Leistung zeigen wollen. Ansonsten sind Brügge, Bodø/Glimt und Viking zu Hause sowie Villarreal und Sabah auswärts keine allzu schwierigen Gegner, wobei die Norweger und Aserbaidschaner ihr Debüt in der Champions League geben.

Ein Vergleich mit der letzten Saison ist für Roma und Como nicht möglich. Die Auslosung war für die Giallorossi, die in der zweiten Liga spielen, alles andere als günstig: Neben den extrem schweren Spielen gegen Real Madrid (zu Hause) sowie in Paris und Manchester – den Auswärtsspielen der Roten Teufel – trifft Gasperinis Team auch auswärts auf Fenerbahce (sowie auf AEK Athen). Das Olimpico muss zudem gegen Sporting Lissabon, Lille und Slovan Bratislava antreten. Letztes Jahr hätte man mit nur neun Punkten die Relegation erreichen können, eine Marke, die der in Grugliasco geborene Trainer deutlich übertreffen möchte. Für Fabregas' Como ist dies die erste Runde eines hochkarätigen Turniers der europäischen Topklubs. Sie empfangen PSG, Manchester United, Leipzig und AEK Athen und reisen zu Real Betis, Feyenoord Rotterdam und Lens sowie zum FC Barcelona – ein Spiel, das den spanischen Trainer besonders reizen dürfte. Das Ziel, die Top 24 zu erreichen, ist für Como durchaus erreichbar. Unter den Top-Teams treffen PSG auf Barcelona und Manchester City, Arsenal auf Real Madrid und Bayern München, während Liverpool gegen Inter Mailand und Atlético Madrid antritt. In nur zehn Tagen kehren die großen Ligen in Europas Stadien zurück.

(Unioneonline)

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