Der Abschluss des Verfahrens wurde um einige Wochen vorgezogen. Die Ausschreibung für das neue Stadion wird nicht wie ursprünglich geplant am Donnerstag, dem 20. August, veröffentlicht, sondern erst am 15. September. Diese Verzögerung von knapp einem Monat war notwendig, um die Projektprüfung abzuschließen (ein laut Stadiongesetz obligatorischer Schritt), die die Bewerbung um die EM 1932 nicht gefährden soll. „Die Neuplanung“, erklärt Sportdezernent Giuseppe Macciotta, „war von der Stadtverwaltung bereits beschlossen worden, als Cagliari am 31. Juli seine Bewerbung für die Europameisterschaft einreichte.“

Es besteht also kein Grund zur Sorge: „Die Stadt ist weiterhin voll engagiert“, versichert der Stadtrat. „Die Ausschreibung ist ein grundlegender Schritt zum Bau des neuen Stadions, über den die Verwaltung nur begrenzten Einfluss hat“, erklärt er. „Die Ausschreibungsunterlagen und alle Dokumente sind bereits erstellt; wir warten lediglich auf die Genehmigung des Projekts durch das beauftragte Unternehmen, das bereits einige Anmerkungen gemacht hat. Die Planer arbeiten diese nun aus, um das Projekt an die Anforderungen anzupassen.“ Erst dann könne die Ausschreibung veröffentlicht werden, fügt er hinzu. Der neue Termin ist somit Mitte September. Sobald das Projekt genehmigt ist, kann der Stadtrat die Ausschreibung umgehend veröffentlichen. Denn administrativ, versichert Palazzo Bacaredda, seien alle Voraussetzungen geschaffen.

Die Verschiebung ist daher auf einen zwingend notwendigen technischen Schritt zurückzuführen . Dies war erwartet worden, so sehr, dass die Verwaltung es unmittelbar nach der Stellungnahme des Stadtrats zum öffentlichen Interesse des Projekts vorhergesehen hatte. Der neue Zeitplan stellt jedoch einen weiteren heiklen Schritt im langen Prozess des Stadionneubaus dar. Die Frist für die Ausschreibung ist ein entscheidender Meilenstein, um das Projekt in eine Baustelle zu verwandeln und gleichzeitig Cagliari im Rennen um die EM 2032 zu halten.

Für Palazzo Bacaredda ändert die Verschiebung nichts an der Situation. Auch Sportminister Andrea Abodi lässt sich davon nicht beirren. Er äußerte sich in der Zeitung Unione Sarda optimistisch und sah das Ziel in greifbarer Nähe . In diesem Fall gebührt der Gemeinde großes Lob, da sie den Spielbetrieb in nur gut einem Jahr deutlich beschleunigt hat.

„Ich bekräftige die zentrale und unverzichtbare Rolle der Verwaltung in all ihren Bereichen“, erklärt Stadtrat Macciotta. „Vor allem die Beamten der verschiedenen Ämter, dann natürlich der Stadtrat und der Bürgermeister, aber auch die gesamte Bürgerversammlung einschließlich der Opposition waren entscheidend. Durch das Bündeln dieser Kräfte“, so sein Fazit, „hat die Stadtverwaltung einen seit zehn Jahren festgefahrenen Prozess wieder in Gang gesetzt, der in nur gut einem Jahr wieder in Gang gekommen ist.“

Der Zeitplan verlängert sich daher um einige Wochen. Doch der Weg zum neuen Stadion war noch nie so kurz.

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