Cagliari wird zunehmend „amerikanisch“. Bis Juni könnte die Gruppe internationaler Investoren unter der Führung von Maurizio Fiori 80 bis 90 % des Kapitals des Rossoblu-Clubs kontrollieren.

Laut Gerüchten, die von Calcio e Finanza veröffentlicht wurden und auf dem Protokoll der außerordentlichen Hauptversammlung vom 10. Februar basieren, wird erwartet, dass die Kontrolle von Tommaso Giulini schrittweise abnimmt und es noch vor dem Sommer zu einem wesentlichen Eigentümerwechsel kommt.

Fluorsid hält nun 55 % der Anteile, während die Finanzgesellschaft Cagliari 1920 LP die restlichen 45 % besitzt. Der nächste Schritt wäre die Paritätsbildung durch die Umwandlung der Anteile – laut der spezialisierten Website – in zwei Kategorien, A und B, mit identischen Kapitalrechten, aber unterschiedlichen Verwaltungsbefugnissen.

Der nächste Schritt ist der dritte Abschluss bis zum 31. Mai, bei dem 545.111 Aktien von Fluorsid an Cagliari 1920 LP übertragen werden, wodurch Cagliari 1920 LP die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen würde. Allerdings stehen noch einige Satzungsänderungen zur Debatte, darunter eine, die in Kraft treten würde, falls die Transaktion nicht fristgerecht abgeschlossen wird.

Im Hintergrund, aber dennoch nicht ganz unbemerkt, schwelt die angespannte Stadionsituation. Stadt und Verein konnten sich nach der Präsentation des neuen Finanzplans nicht auf die Baugenehmigung einigen. Da ist die Frage der Nutzungsrechte. Das ist mittlerweile bekannt. Dann die Frage der jährlichen Konzessionsgebühr. Auch das ist hinlänglich bekannt. Hinzu kommt die Parkplatzfrage rund um das Stadion, die Cagliari offenbar anders regeln will als die Stadt. Und wer weiß, was sonst noch. Stadtverwaltung und Cagliari spielen ein Schachspiel um das neue Stadion: Jeder Zug der einen Seite löst einen Gegenzug (zuletzt einen überraschenden) der anderen aus.

(Unioneonline/E.Fr.)

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