Cagliari, Gefängnisleben: Das Staatsarchiv bewahrt eine Geschichte der sardischen Strafanstalten auf.
Eine Tagung, die den Strafvollzugssystemen zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert und der Präsentation der Studien gewidmet ist, die anhand Tausender analysierter Akten durchgeführt wurden.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Das Buch „Strafanstalten im 19. und 20. Jahrhundert. Doktrin, Gesetzgebung und Anwendung“, herausgegeben von Cristina Ciancio , Giuseppe Conti , Giuseppina De Giudici , Marco Pignotti und Marcello Schirru , wurde im Konferenzraum des Staatsarchivs von Cagliari vorgestellt. Es ist die zweite von zwei Publikationen, die aus dem Projekt von bedeutendem nationalem Interesse (PRIN) „Bestrafen, Ändern, Wiedereinsetzen. Strafanstalten: Kriminalwissenschaft, Strafvollzugsrecht, Gefängnisverwaltung, Arbeit, sanitäre Behandlung und Architektur: Drei Fallstudien zur „Insel der Bestrafung“ während des Königreichs Italien (das Strafbad San Bartolomeo, die Strafkolonie Castiadas und das Gefängnis Buoncammino)“ hervorgegangen sind. Das Projekt wurde vom Ministerium für Bildung, Universitäten und Forschung gefördert, die Universität Cagliari war der Hauptpartner.
Das Treffen bot Gelegenheit zu einem fruchtbaren interdisziplinären Dialog über Fragen des Strafvollzugssystems im 19. und 20. Jahrhundert, über Haftmodelle, Strafvollzugsrecht und die Resozialisierung von Gefangenen. Dabei wurden, unter Berücksichtigung historischer Quellen, das Verhältnis von Vergangenheit und Gegenwart sowie die Entwicklung des Rechts reflektiert.
Die Bedeutung von Gefängnisarchiven und ihre grundlegende Rolle in der historischen Forschung, neuen Analysen und Studien unserer Vergangenheit und Gegenwart wurden ebenfalls erneut hervorgehoben.
Dank der Zusammenarbeit mit der regionalen Strafvollzugsverwaltung wurde der Dokumentenbestand des Staatsarchivs Cagliari durch bedeutende Zukäufe erweitert, die sich durch ihre Quantität und Qualität auszeichnen: 48.000 Gefangenenakten, Tausende von Akten des Gefängnispersonals, rund 4.000 Gefangenenregister und Verwaltungsdokumente sowie 150 laufende Meter loses Papier. Diese Sammlung von Dokumenten von immenser historischer und menschlicher Bedeutung, die dank der finanziellen Förderung durch die Generaldirektion für Archive des Kulturministeriums entstanden ist, steht der Öffentlichkeit heute als Quelle grundlegender staatsbürgerlicher Bildung und gesellschaftlichen Bewusstseins zur Verfügung.
