Cagliari ehrt Andrea Parodi, zwanzig Jahre nach seinem Tod. Das Jahr 2026 beginnt mit einer Reihe von Veranstaltungen zu Ehren des sardischen Sängers und Musikers, der zunächst mit Tazenda und später mit seiner international erfolgreichen Solokarriere eine Schlüsselfigur der Weltmusik war. Die erste Veranstaltung findet am 30. April in der Inselhauptstadt im Rahmen des 370. Festes des Heiligen Efisio statt, einem der beliebtesten Feste Sardiniens. Um 21 Uhr findet auf der Piazza del Carmine das „Konzert für Andrea“ statt, bei dem lokale und internationale Künstler Parodis Repertoire neu interpretieren und eigene Kompositionen aufführen werden.

Auf der Bühne stehen Andrea Andrillo, Francesca Corrias mit dem Sunflower Quartett, Gigi Marras, Francesco Marras Perantoni und die Schauspielerin Lia Careddu. Mit Spannung erwartet werden außerdem die Auftritte der Neapolitanerin Flo und der Katalanin Sandra Bautista. Viele der Künstler sind ehemalige Preisträger des Andrea-Parodi-Preises, eines Weltmusikwettbewerbs, der von der nach dem Künstler benannten Stiftung veranstaltet wird. Die Feierlichkeiten gehen im Mai auch außerhalb der Insel weiter. Am 21. Mai präsentiert das Italienische Kulturinstitut in Paris im Rahmen des Festivals „Canzoni & Parole“ die Veranstaltung „Andrea Parodi, Stimme der Insel, Stimme der Welt“. Elena Ledda, Mauro Palmas, Gigi Marras, Alberto Bertoli und Tazenda wirken an einer musikalischen Erzählung mit, die das künstlerische Erbe des Sängers beleuchtet.

Am darauffolgenden Tag, dem 22. Mai, zieht die Veranstaltung nach Avigliana im Susatal um und findet im Teatro Fassino im Rahmen des Valsusa Filmfestivals statt. „Die Stimme der sardischen Seele: Erinnerungen an Andrea Parodi“ bietet einen Überblick über Leben und Werk des Künstlers. Kuratiert von Enrico Deregibus, werden Valentina Casalena Parodi und Luca Parodi Präsentationen halten, und es treten Tazenda, Elena Ledda und Mauro Palmas auf. Ebenfalls in Paris feiert am 23. Mai die Maison d’Italie Premiere des Dokumentarfilms „Waiting for Abacada“, der Parodi gewidmet ist und von Alberto Marras inszeniert wurde. Der Veranstaltungskalender gipfelt im Herbst in der 19. Verleihung des Andrea-Parodi-Preises, die vom 15. bis 17. Oktober im Teatro Massimo in Cagliari stattfindet und mit dem Todestag des Künstlers am 17. Oktober 2006 zusammenfällt. Unter der künstlerischen Leitung von Elena Ledda bestätigt der Preis seine Bedeutung als Maßstab für Weltmusik auf nationaler und internationaler Ebene und bietet dem Gewinner ein Stipendium sowie neue Möglichkeiten bei Partnerfestivals.

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