Obwohl der Kinostart noch einige Monate entfernt ist, zählt „Avengers: Doomsday“ bereits jetzt zu den am meisten erwarteten Filmen des Jahres. Er soll das Comic-Verfilmungsgenre auf ein neues Niveau heben und will sich an den Kinokassen gegen Konkurrenten vom Kaliber eines „The Odyssey“ und „Dune: Part III“ durchsetzen. Der Film, der am 16. Dezember in den italienischen Kinos anläuft, rückte nach einer nicht-öffentlichen Vorführung einer Rohfassung wieder in den Fokus. Zuvor wurde auf der CinemaCon, die vom 13. bis 16. April in Las Vegas stattfand, der erste offizielle Trailer veröffentlicht.

Laut Quellen innerhalb der Marvel Studios verlief die Testvorführung des Films für Mitarbeiter und Führungskräfte überwältigend positiv. Einige bezeichneten ihn sogar als „den bisher besten Film des Studios“. Dieser Erfolg wird auch der zusätzlichen Zeit zugeschrieben, die dem Projekt gewidmet wurde. Der ursprünglich für Mai geplante Kinostart wurde auf Dezember verschoben, um notwendige Anpassungen an der Handlung und ihrer Integration in das Marvel-Universum vorzunehmen. Dieser Schritt passt auch zu den Marketingstrategien des Studios, die darauf abzielen, die Vorfreude des Publikums zu steigern und den Filmstart als absolutes Highlight zu inszenieren.

Die Enthüllung stammte direkt vom bekannten Insider @MyTimeToShineH, der schrieb: „Marvel Studios veranstaltete eine private Testvorführung der Vorabversion von Avengers: Doomsday für Kevin Feige und einige Crewmitglieder, die sehr zufrieden waren. Manche bezeichneten ihn sogar als den besten Marvel-Film aller Zeiten.“ Weitere Bestätigungen kamen von Regisseur Robert Meyer Burnett, der erklärte, die Vorabversionen hätten ähnliche Kritiken wie „Avengers: Infinity War“ aus dem Jahr 2018 erhalten.

Diesen vielversprechenden Ergebnissen stehen jedoch beunruhigende Nachrichten über die jüngsten Entscheidungen des Disney-Giganten gegenüber. Nach der mit der Ernennung von Josh D'Amaro zum CEO – der Bob Iger ablöste – eingeleiteten Ausgabenprüfung hat das Unternehmen Stellen abgebaut und über 1.000 Mitarbeiter entlassen. Besonders betroffen war das Visual Development Team der Marvel Studios, das nach über zehn Jahren interner Zusammenarbeit – wie Forbes berichtete – aufgelöst wurde. Weitere Details veröffentlichte das Magazin in einem separaten Bericht: „Die Entlassungen betrafen Marvel-Mitarbeiter in Burbank und New York in nahezu allen Bereichen des Konzerns: Film- und Fernsehproduktion, Comics, Franchises, Finanzen und Rechtsangelegenheiten.“

Die möglichen Nebenwirkungen dieses Schrittes könnten vielfältig sein, wie Comicbookmovie.com ebenfalls berichtete: „Angesichts der Bedeutung von Konzeptzeichnungen für die Gestaltung der MCU-Filme und -Fernsehserien fragt man sich unweigerlich, ob dieser Schritt dem Franchise letztendlich schaden wird.“

Der erste Trailer zu „Avengers: Doomsday“, der auf der CinemaCon gezeigt wurde, scheint das Publikum begeistert zu haben. Gerüchte des X-Nutzers Project Hurts, die kurz nach dem Panel auftauchten, deuten darauf hin, dass der Film dank seiner beispiellosen, actiongeladenen Inhalte „einen schlaflosen Nächte bereiten“ wird. Außerdem heißt es, der Stil ähnele dem eines „düsteren Horrorfilms“ und „dieser Film wird euch zum Weinen, Schreien und... zum wortlosen Verlassen des Kinos bringen. Marvel durchbricht damit offiziell eine Grenze, die sie noch nie zuvor überschritten haben.“ Wir empfehlen jedoch, diese Rückmeldungen mit Vorsicht zu genießen, da ihre Richtigkeit noch nicht bestätigt ist.

Die wohl spektakulärste Neuerung in „Avengers: Doomsday“ ist die Rückkehr von Robert Downey Jr., der zum ersten Mal als Doctor Doom zu sehen sein wird. Produzent Kevin Feige betonte, dass er stets ein enges Verhältnis zu dem Schauspieler gepflegt und ihn immer als die ikonischste Figur des MCU betrachtet habe: „Wir haben den Kontakt zu Downey nie verloren. Es ist unser Universum. Es ist ein Multiversum. Wir können machen, was wir wollen. Er hat den ikonischsten Helden gespielt. Lasst ihn den ikonischsten Bösewicht spielen.“

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