Abschied von Multimedia-Regisseur Francesco Casu, der in seinen Werken Kunst und Technologie verband.
Er arbeitete mit Romeo Scaccia zusammen und lernte Maria Lai und Paolo Fresu kennen. Er liebte Diskussionen und Beiträge jeglicher Art, die seine visuellen Erzählungen bereichern konnten.Per restare aggiornato entra nel nostro canale Whatsapp
Abschied von Francesco Casu, einem visionären Regisseur, dem es gelang, Sardinien aus einer anderen, originellen Perspektive darzustellen, ausgehend von seinen Traditionen und seiner Kultur.
Er wurde 1965 in Cagliari geboren. Nach seinem Literaturstudium studierte er in Paris und Köln an der Kunsthochschule für Medien, einer Hochschule für Kunst und Film. 1997 begann er seine Tätigkeit im Bereich audiovisuelle und multimediale Kommunikation bei Codex Multimedia. Sein künstlerisches Schaffen, reich an Werken und Projekten, die von außergewöhnlichem Talent und einem neugierigen, freien Geist geprägt sind, lässt sich nur schwer zusammenfassen. Er arbeitete mit Romeo Scaccia zusammen und lernte Maria Lai und Paolo Fresu kennen. Er schätzte den Austausch, die faszinierende Verbindung von Kunst und Technologie sowie jegliche Beiträge, die seine visuellen Erzählungen bereicherten.
Er konzipierte und leitete die interaktiven Ausstellungen „Abitare il Libro“ und „Abitare la Musica“, die weltweit gezeigt wurden. Er realisierte Videoskulpturenprojekte und verantwortete die Multimedia-Gestaltung und -Leitung des Sardischen Weinmuseums. Darüber hinaus initiierte er unzählige Projekte, die seinem außergewöhnlichen Talent entsprangen.
Er gestaltete außerdem die Bonusmaterialien für die DVD „La grazia“, die von L’Unione Sarda produziert wurde . Und erneut für den Verlag Unione Sarda, zusammen mit dem Ethnomusikologen Marco Lutzu, gab er die Multimedia-Enzyklopädie der sardischen Musik heraus, ein Werk mit über dreißig Bänden, darunter Taschenbücher, DVDs und Audio-CDs.
Er sagte über sich selbst: „Ich bin Multimedia-Regisseur, das heißt, ich produziere Filme, Videos und Dokumentationen und nutze digitale und interaktive Technologien, um Installationen zu schaffen, die das kulturelle Erlebnis einzigartig und fesselnd gestalten.“ Im Februar 2025 untersuchte er in der Basilika San Saturnino in Cagliari im Rahmen der von den Nationalmuseen organisierten Reihe „Dialoge“ das Thema der Humanisierung von Technologie.
Regisseur und Künstler. Ein Pionier und Wegbereiter der Sprachen und Kommunikationsformen. Er entwarf Horizonte, die es heute und in Zukunft mit großem Interesse zu betrachten gilt. Ein kostbares Vermächtnis. Viele würdigten ihn in den sozialen Medien mit Rührung und Trauer.
