Abschied von Francesco Guccini, dem Dichter der Wirtshäuser, Liedermacher, Kurzgeschichtenautor und Denker über die großen Fragen. Er wurde 86 Jahre alt.

Geboren am 14. Juni 1940 in Modena und aufgewachsen zwischen der Emilia-Romagna und dem Apennin, hat seine raue, unverwechselbare Stimme Generationen von Zuhörern begleitet – ein Symbol einer kulturellen Ära, die in ihm einen Weg fand, die Gegenwart zu hinterfragen.

Von „Die Lokomotive“ bis „Auschwitz“, von „Gott ist tot“ bis „Der Vergiftete“ hat er die Erinnerungen, Ungerechtigkeiten, Illusionen und Desillusionen eines Landes im Wandel festgehalten. Er ist nicht nur Musiker, sondern auch Schriftsteller, der dem Alltag, Kindheitserinnerungen, verlorenen Freunden und den Abgründen der Seele poetische Würde verleiht.

Er pflegte eine lebenslange Leidenschaft für das Schreiben, auch nachdem er sich entschieden hatte, sich von den großen Bühnen abzuwenden, mit Romanen und Erzählungen, die oft die Atmosphäre des toskanisch-emilianischen Apennins und die Welt seiner Pàvana heraufbeschwören.

(Unioneonline/D)

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